Freitag, 21. August 2020

Kurstag 18

 Bildbesprechung

Nachdem wir am letzten Kurstag gemeinsam eine vorgegebene Reihe von Sehenswürdigkeiten fotografiert hatten, kam nun die Bildbesprechung dieser Serie. Dabei wurden viele der bereits genannten Punkte wiederholt und ich sollte sie mir wirklich langsam merken denn meine Serie war nicht das gelbe vom Ei. Nichteinmal die Schale davon.

 

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 Der Serie wurde angekreidet sie sei nicht auf die Kundenwünsche abgestimmt - sprich sie würde sich nicht ans Thema halten und ich hätte mich zu sehr auf dem ausgeruht, dass ich schon beherrschen würde. Zudem fehlte der rote Faden da die Bilder teilweise sehr unterschiedlich waren und nicht sehr viele gemeinsame Elemente hatten.

Ich hatte bewusst Variationen an den Kurstag mitgebracht, da ich noch nicht sehr stark darin bin, Serien zusammen zu stellen aber selbst mit den Variationen fanden wir am Ende nur etwa drei Bilder welche tatsächlich dem Thema entsprachen und nicht das gleiche Motiv hatten.

Die Bildbesprechung war für mich recht hart aber ich denke ich kann daraus einiges mitnehmen und in Zukunft besser machen.

 

Studioblitz

Das Thema am Nachmittag war dann der Studioblitz. Dieses Thema ist wieder komplett neu für mich. Bisher habe ich den Blitz meiner Kamera benutzt, wenn nicht genügend Licht für ein freihändiges Foto vorhanden war. Die so gemachten Bilder wirkten flach und abstossend.

Bei einer vorgängigen Lektion hatten wir dann mit Tageslichtlampen fotografiert um verschiedene Lichtrichtungen auszuprobieren und nun also die Blitzlampen mit verschiedenen Softboxen.

Zuerst gab es wieder etwas Theorie über Blizlampen und die verschiedenen Softboxen. Danach gingen wir dazu über uns gegenseitig zu portraitieren und dabei die Softboxen zu verwenden. Wie immer wenn viele Personen wenig Material verwenden sind die Bilder wohl recht ähnlich geworden.

Ich lese zur Zeit ein Buch über die Psychologie bei der Porträtvotografie und habe versucht das ein oder andere in meine Arbeit einfliessen zu lassen. Allerdings ist die Kommunikation zwischen dem Fotografen und dem Modell recht schwierig, wenn eine Kamera dazwischen steht. Vielleicht würde es sich hier lohnen mit einem Fernauslöser zu arbeiten. Das Buch werde ich hier vorstellen, sobald ich es fertig gelesen habe.

Kurstag 17

Bildbesprechung

Wie die meisten Kurstage begann auch dieser mit der Bildbesprechung. Als Hausaufgabe hatten wir das Thema Linien zu welchem wir eine Serie machen mussten. Meine Serie war recht esoterisch angehaucht. Sie begann auf einem Friedhof und ging dann schrittweise immer weiter in die Kirche hinein.

Die Rückmeldungen waren ok. Die Serie wurde als melancholisch und verschlossen bezeichnet. Dies entsprach ungefähr meinen Gefühlen, als ich sie aufgenommen habe.

Allgemein gab uns Sandra folgende Punkte mit:

Damit die Serie mehr wird als die Summe ihrer Teile, muss sich ein roter Faden durch alle Bilder ziehen. Dieser kann von der Bildgestaltung bis hin zum Inhalt mehrere Elemente beinhalten und muss die Bilder einander ähnlich machen. Allerdings müssen sie auch verschieden genug sein, um nicht langweilig zu werden.

Zum Thema bezogen gab sie an, man hätte eigentlich machen können was man wollte, da überall Linien zu finden seien. Man müsse sie nur sehen.

 

 


Reportage

Nach der Bildbesprechung stiegen wir ins Tagesthema ein. Dies war die Reportage. 

Zuerst besprachen wir verschiedene Reportagen aus Zeitschriften und analysierten sie. Dabei war eine Schwierigkeit, nicht das einzelne Bild sondern die Reportage als ganzes zu betrachten. Meine Zeitschrift zeigte eine Reportage über eine Kirmes in Amerika. Der Fotograf hatte sich für ein Weitwinkelobjektiv entschieden. Dies hatte den Effekt, dass er immer sehr nah an den Leuten war. Die meisten Bilder waren Portraits mit relativ wenig Tiefenschärfe welche aber immer noch die Farben und das Leben um den Portraitierten herum darstellten. Das Wetter war auf fast allen Bildern schön und kleine Bildunterschriften stellten die fotografierte Person vor und was sie gerade tat. Die Anzahl Kinder und Erwachsener war etwa ausgeglichen und es hatte sowohl Schausteller wie auch Besucher dabei.

Aufgrund der durch diese Besprechung der Reportage gewonnenen Erkenntnisse kamen wir nun zum praktischen Teil. Dabei ging es wieder um eine Serie welche nun aber wir machen sollten. Das Thema konnte gewählt werden, es mussten aber bestimmte Sehenswürdigkeiten der Stadt auf den Bildern sein. Ich entschied mich für das Thema Tourismus da mir dieses überhaupt nicht liegt und ich mich da bestimmt noch sehr verbessern kann.

Gemeinsam zogen wir dann los. Erst fotografierten wir den Bahnhof. Es waren viele Leute da und das Licht kam streng von oben herab. Da es bereits Nachmittag war, konnte ich den Bahnhof mit einem schönen blauen Himmel aufnehmen. Danach gingen wir an den Aeschenplatz. Dort war es für mich schwierig ein Motiv oder einen Winkel zu finden der ansprechend wirkt. Ich entschied mich, hier den Aeschenplatz in seiner Funktion als Tramknotenpunkt zu zeigen. Dazu versuchte ich möglichst viele Trams auf ein Bild zu bekommen. Da diese Dinger aber dauernd wegfahren, konnte ich mit dem Winkel und dem Licht nicht all zu wählerisch sein.

Nach dem Aeschenplatz begaben wir uns zum Tinguely-Brunnen. Dieser war auch gut besucht aber wir konnten dennoch fotografieren. Meine Idee war hier natürlich die schönste Seite des Brunnens zu zeigen. Allerdings wurde das mit Baustellen und der Strasse etwas schwierig. Ich ging einmal rund um den Brunnen und machte verschiedene Aufnahmen, entschied mich aber an einem frühen Morgen noch einmal zu kommen, wenn keine Leute da waren und das Licht etwas weicher ist.

Nach dem Tinguely-Brunnen ging es zum Münster wo wir das Münster ablichten sollten. Dies gelang mir überhaupt nicht. Die Türme waren auf meinen Bildern so schräg, dass sie schon längst hätten umfallen müssen. Ich ging dann in den Klostergarten und machte dort einige meiner Meinung nach schöne Aufnahmen welche mit Licht, Schatten und vielen Linien spielten.

Danach war die Lektion eigentlich vorbei und wir sollten nun selbst noch Bilder aufnehmen welche Altstadtgässlein, einen Blick über den Rhein, eine Fähre und eine Szene am Kleinbasler Ufer zeigten.

Krisztina und ich entschieden uns aber etwas trinken zu gehen und dann musste ich zur Arbeit.

Einige Tage später ging ich wieder zu jedem Motiv und machte am Morgen kurz nach Sonnenaufgang und am Abend noch einige Bilder welche ich dann an den nächsten Kurstag mitbringen wollte.