Samstag, 16. Januar 2021

Konzepte

Am 29. Kurstag erklärte uns Sandra, dass das Werktagebuch nun soweit abgeschlossen sei. Man müsse die weiteren Kurstage nicht mehr dokumentieren. Dafür könne man es nun noch mit eigenen Erkenntnissen, Ideen und den Konzepten für die Diplomarbeit ergänzen. Dementsprechend werde ich meine Konzepte direkt hier erarbeiten. Die Ideen für diese Konzepte habe ich bereits in einem vorherigen Blog aufgelistet. Es kamen noch einige Ideen dazu während ich andere weiterentwickelt und abgeändert habe.

 

Fotopoesie, Poetografie,

Thema, Genre,

Kunst, Poesie, Gedichte

 Art der Darstellung

1. Langzeitbelichtungen mit Sternenhimmel, Wald, allenfalls Nebelschleier, Landschaftsbilder, mit dem entsprechenden Vers / Strophe auf dem Bild, klein und ans Bild angepasst oder gross über das gesamte Bild.

2. Lachende, tanzende Menschen / Kinder, Bewegung im Bild, Bewegungsunschärfe, Tiere

Wirkung der Bilder

Zieht den Betrachter in seinen Bann, führt ihn durch das Gedicht, verstärkt die Wirkung des Gedichts, Erzählt das Gedicht mit, Spielt mit dem Gedicht

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder, je nach Gedicht

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Die jeweilige Strophe beschreibt das Bild.

Art der Nachbearbeitung

Korrektur kleinerer Bildfehler / Flecken, Einfügen des Textes via GIMP,  Textfarbe / Schriftart ans Bild anpassen.

Art der Präsentation

Ausdruck A4 mit weissem Rahmen um jedes Bild damit jedes Bild als eigene Kreation wahrgenommen wird, Comic - Effekt,

 

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm, Blende variabel wobei wahrscheinlich eher offen


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Allenfalls Aufhellblitz, Softbox, allenfalls Pol-Filter


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Bei Variante 2 eine Kinderschar welche spielt und lacht, Betreuer für die Kinder,


• Ort der Umsetzung

Muttenz und Umgebung


• Ev. Tageszeit

Variante 1 eher Abend / Nacht, 

Variante 2 Tagsüber, sonniges, helles Wetter, leichte Bewölkung für weicheres Licht


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

 Bis Ende Januar: Wahl des Gedichtes, Anpassung des Konzepts an das Gedicht

Bis Mitte Februar: Organisation der Modelle / Örtlichkeiten, Material

Bis Mitte März, Aufnehmen der Bilder, Besprechung (20.03) und erneute Aufnahme falls nötig

Bis Ende April: Bearbeiten der Bilder und Besprechung der Resultate (08.05) , allenfalls Anpassungen vornehmen

Bis Ende Mai, Arbeit abgabefertig machen


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

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Urban Solitude

Thema, Genre,

Architektur, Zusammenleben, Einsamkeit, Leere, Soziales,

Art der Darstellung,

Variante 1: Blickwinkel auf eine einsame Person in der leeren Stadt, Darstellung der Grösse der Stadt und der Kleinheit der Person,

Variante 2: Blick auf die Stadt aus der Sicht der Person, leere Stadt,

Wirkung der Bilder

Aufzeigen, dass auch in einer vermeintlich leeren Stadt noch Menschen leben, Menschen ohne Zuhause existieren, ...

Umfang, Anzahl Bilder,

7 - 10 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

-

Art der Nachbearbeitung

Anpassung der Helligkeit und des Weissabgleichs damit alle Bilder den gleichen Farbstich haben

Art der Präsentation

A4 Ausdrucke ohne Rahmen, das Bild geht in die Umgebung über in der es dargestellt wird und macht dem Betrachter die Realität der Situation bewusst.

 

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm, eher geschlossene Blende für viel Tiefenschärfe die dem Betrachter die ganze Szene klar erkennbar aufzeigt, Arbeit mit Stativ

 
• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Stativ, kein oder wenig Blitz, allenfalls Pol-Filter


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Randständige oder psychisch angeschlagene Person


• Ort der Umsetzung

Basel, Stadtgebiet


• Ev. Tageszeit

Abend / Nacht, damit keine Unbeteiligten auf den Bildern sind


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Vorzugsweise während einem Lockdowns

Bis Ende Januar: definieren der Version und finden des Modelles,

Bis 28 Februar: Aufnahme der Bilder,

Bis Mitte März: Zusammenstellen der Serie

20.03 Besprechung

Bis Mitte April: Anpassen der Serie an die Erkenntnisse der Besprechung

17.04 Neubesprechung

Danach Anpassung, Druck 


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Allenfalls Ausgansschein für mich und das Modell sowie einen Helfer





 


Abandoned - Verlassen

Thema, Genre,

Architektur, Zerfall, Landschaft

Art der Darstellung,

Landschaftsbilder mit dem Fokus auf ein vorzugsweise freistehendes, offensichtlich zerfallendes Gebäude

Wirkung der Bilder

Kombinieren das Schöne der Landschaft mit dem Zerfall des Gebäudes, zeigen wie sich das Gebäude in die Landschaft einfügt oder aus ihr heraussticht

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Das Objekt befindet sich vorzugsweise in der Bildmitte, darunter ein Drittel Vordergrund und darüber ein Drittel Hintergrund / blauer Himmel möglichst ohne Wolken.


Art der NachbearbeitungArt der Präsentation

Vereinheitlichung des Himmels mittels GIMP wenn nötig, Entfernen der Hilfsperson und des Blitzes, Ausdruck A4 ohne Rahmen,

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

evtl. Drohnenaufnahme des Gebäudes, 24mm, einheitliche Zeit (muss ausprobiert werden), allenfalls Pol Filter


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Allenfalls Aufhellblitz, dann aber keine Drohne, HDR?


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Helfer für die Verschiebung des Blitzes und allenfalls zum Finden der Objekte


• Ort der Umsetzung

Muss abgeklärt werden


• Ev. Tageszeit

Früh am Morgen oder spät am Abend, wenn die Sonne möglichst flach auf das Objekt auftrifft


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Vorzugsweise Frühling, anfangs Sommer, damit die Natur um das Gebäude auch etwas hergibt.


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Wem gehört das Objekt, darf man das Grundstück fotografieren und betreten?


 


 


Urban Explorer

Thema, Genre,

Architektur, Zerfall, Raum, Kunst, Blitz

Art der Darstellung,

Bilder vom Innenleben von Orten welche nur schwer zugänglich sind und die selten besucht werden.

Wirkung der Bilder

Zeigen, wie Räume ohne menschliches Zutun altern und zerfallen, zudem soll die Fähigkeit des Fotografen mit Blitz umzugehen offensichtlich werden.

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Der Raum wird ausschliesslich mit Blitz erhellt. Dabei kommen mehrere Blitze, Farben, Aufnahmezeiten usw. zum Einsatz damit jedes Motiv möglichst individuell dargestellt wird.


Art der NachbearbeitungArt der Präsentation

Möglichst wenig Nachbearbeitung

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm Brennweite, verschiedene Blitze, Farben usw.


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Allenfalls Aufhellblitz, dann aber keine Drohne, HDR?


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Helfer für die Verschiebung des Blitzes und allenfalls zum Finden der Objekte


• Ort der Umsetzung

Muss abgeklärt werden


• Ev. Tageszeit

Spielt keine Rolle da fast ausschliesslich Kunstlicht zum Einsatz kommen soll.


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Bis Mitte Februar: Finden der Räume / Motive

Bis Ende März, Aufnahmen machen

17.04. Besprechung der Aufnahmen

Bis Anfang Mai: Wiederholen / Anpassen der Bilder

08.05. Erneute Besprechung

Danach letzte Anpassungen vornehmen und drucken. 

 
• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Wem gehört das Objekt, darf man das Grundstück betreten und fotografieren?






Hiking

Thema, Genre,

Landschaft, Natur

Art der Darstellung,

Landschaftsbilder welche während Wanderungen aufgenommen wurden und die die Schönheit der angetroffenen Natur wiedergeben

Wirkung der Bilder

Die Bilder entführen den Betrachter in eine idyllische Welt voller Bäume, Berge und Bären.

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Die Landschaftsbilder sind jeweils einzigartig, sollten aber von Tageszeit und Stimmung möglichst ähnlich sein.


Art der NachbearbeitungArt der Präsentation

Vereinheitlichung der Stimmung mittles GIMP, auf jedem Bild wird nachträglich ein kleiner Bär eingefügt,

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm, Pol Filter, Stativ


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

-


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Höchstens ein wilder Mitwanderer


• Ort der Umsetzung

Muss abgeklärt werden


• Ev. Tageszeit

Morgens / Abends


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Frühling, anfangs Sommer


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Routen, Aussichtspunkte,...

 

 

 
 
Soeben ging ich mit Sandra die verschiedenen Konzepte durch. Sie gab mir das Feedback, dass die Idee mit dem Lockdown wahrscheinlich schwierig werde, da professionelle Fotografen Wochen oder Monate brauchen um eine Person zu portraitieren und ihre Situation dar zu stellen.

Das Konzept mit den verlassenen Gebäuden würde sie nicht mit der Drohne machen, da dies den Effekt des Gebäudes je nach dem verändern oder vernichten könnte. Zudem soll ich bedenken, wie ich diese Objekte finden kann. Meine Idee bisher war, meine Verwandten und Bekannten zu fragen und die paar die ich selber kenne abzulichten.

Das letzte Konzept war Sandra viel zu wenig konkret. Hier muss ich noch eingrenzen was ich genau auf meinen Bildern will.

Ich werde die Konzepte "Solitude" und "Hike" noch einmal überarbeiten und bei den anderen Konzepten mit der Arbeit anfangen.

Kurstag 28


Diplomarbeit

Der letzte Kurstag vom Aufbaumodul begann mit einem kurzen Ausblick auf die Diplomarbeit. Wir wurden von Sandra aufgefordert, uns verschiedene Projekte zu überlegen, welche für uns als Diplomarbeit in Frage kämen. Diese sollten wir dann am 16. Januar, dem ersten Tag vom Abschlussmodul, vorstellen. Sandra riet uns, die Projekte bereits möglichst klar zu definieren, damit wir ein möglichst klares Ziel vor Augen hätten mit dem wir dann direkt die Diplomarbeit anfangen könnten. Zudem sollten wir darauf achten, dass unsere Ziele auch umsetzbar seien. Letztes Jahr hätten Kursteilnehmer Projekte in der Stadt machen wollen, die dann durch den Lockdown verunmöglicht wurden.

Für mich ist das ganze noch arg schwierig, da ich keine Ahnung habe wie man ein solches Projekt schreibt und worauf man achten muss. Ich habe einige Ideen bereits im vorherigen Blog aufgeschrieben und bin natürlich weiterhin daran, Ideen zu sammeln aber es ist alles noch wage und undefiniert. Sandra wird uns wohl am 16. dann sagen was wir zu tun haben.


Bildbesprechung

Während der letzten Lektion mit Sandra haben wir die Actionfotos bei denen wir Objekte in ein Wasserglas fallen gelassen haben, gemacht. Diese besprachen wir nun.

Ein Punkt war, dass Wasser auf dem Tisch / Untergrund lag, sobald der erste Gegenstand ins Wasser gefallen war. Sandra riet uns, eine Klarsichtfolie auf den Untergrund zu legen. Dadurch hätte man von Anfang an einen glänzenden Untergrund, Papier würde nicht aufgeweicht oder die Farbe verändern und es wäre einfach zu reinigen. Man müsse aber dennoch die Bereitschaft mitbringen eine Schweinerei zu veranstalten und diese dann auch zu putzen. Nur so wäre man ungehemmt genug, um ein gutes Foto zu machen.

Anscheinend waren wir ungehemmt gewesen denn die meisten Kursteilnehmer, mich eingeschlossen, hatten mindestens ein gutes Foto. Viele hatten sogar ein sehr gutes Bild.

Als Nagel aus der Lektion nehme ich verschiedenes mit:

Die Oberfläche des fallenden Gegenstandes muss eine Struktur haben. Während dem Einkaufen vor der Lektion stach mir eine Schachtel mit gefärbten Eiern ins Auge. Diese hatten eine Art Batikmuster auf der Schale. Ich kaufte die Schachtel mit entsprechend grossen Erwartungen und war dann etwas enttäuscht, als die flache Schale mit dem farbigen Muster nicht so recht zur Geltung kam. Ganz im Gegensatz zu der unebenen aber einfarbigen Schale der Litschi meiner Tischnachbarin. Diese kam zur Geltung und war deutlich spannender anzusehen.

Zudem muss bei dieser Übung der manuelle Fokus eingeschaltet sein. Der Autofokus ist da zu langsam. Das Motiv fällt ja ins Bild hinein und bildet eine eigene Schärfenebene. Die Kamera bereitet die Aufnahme des Bildes aber bereits Sekunden vorher vor und löst dann aus, ohne dem neu aufgetauchten Motiv weiter Beachtung zu schenken. Dadurch ist entweder der Voder- oder der Hintergrund scharf, nicht aber das Motiv.

Die Bildbesprechung ging dann noch einen Moment weiter und es kamen noch viele gute Ideen, welche ich mir natürlich aufgeschrieben habe und welche durchaus spannend wären. Da die Aufgabe aber relativ schnell gut gelöst werden konnte, werde ich mich eher jenen widmen die mir mehr Mühe bereitet hatten.


Makrofotografie

Nach der Bildbesprechung ging es mit dem Thema des Tages weiter. Dieses war die Makrofotografie.

In meinem grandiosen Fotografie-Inventar befindet sich leider kein Markoobjektiv und ganz ehrlich, ich werde mir wohl auch keines kaufen bis nicht ein entsprechend grosser Auftrag kommt, der mit einem solchen Objektiv bestritten werden muss.

Im Internet habe ich mich vorgängig etwas umgesehen. Makroobjektive sind bereits ab einigen hundert Franken erhältlich und können in verschiedenen Brennweiten gekauft werden. Ihr Vorteil ist die geringe Naheinstellgrenzen die dem Fotografen erlaubt, nahe an das Motiv heran zu gehen und grössere Abbildungsmasstäbe zu erreichen. Ein Nachteil ist aber der Autofokus welcher aufgrund des grösseren Verstellbereiches deutlich langsamer arbeitet als in herkömmlichen Objektiven.

Makroobjektive sind zudem oft gross und schwer.

Für mich müssen Objektive leicht und schnell sein. Ich will die Kamera aus der Tasche nehmen und unvermittelt Bilder aufnehmen. Ein langsames und schweres Objektiv belastet das Gesamtgewicht meiner Ausrüstung unnötig und ist am Ende nicht zielführend. Dies waren am Ende meiner Suche die Gründe, warum ich kein Makroobjektiv kaufen wollte.

Sandra hat uns am vorletzten Kurstag, also einen Kurstag bevor wir die Makrofotografie behandelt haben, gesagt, dass zur Not auch eine Festbrennweite mit geringer Naheinstellgrenze funktionieren würde. Ich ging darauf hin in mich und suchte nach meinem 35mm Objektiv, welches ich mir zu Beginn des Kurses gekauft hatte und bemerkte, was für ein unglaublich ungebildeter Mensch ich bin.

 

Exkurs Objektive / Kleinbild und Vollformat

Der Sensor einer Kamera bestimmt die Auflösung des aufgenommenen Bildes. Je grösser der Sensor, desto höher die Auflösung und desto "schwerer" das Bild als Datei.

Als ich den CAS-Lehrgang begann, verwendete ich die Nikon D3100 meiner Freundin. Das ist eine sehr kleine, kompakte Kamera mit einem Kleinbildsensor und einem F-Bajonett. Nach dem Grundmodul kaufte ich mir eine Nikon D750. Das ist eine deutlich grössere und schwerere Kamera mit einem Vollbildsensor und einem F-Bajonett.

Da nun beide Kameras ein F-Bajonett haben, kann ich alle meine Objektive auf beiden Kameras verwenden. Da aber die Sensoren unterschiedlich gross sind, haben die Objektive je nach Kamera andere Brennweiten. Das wurde mir einmal so erklärt:

Je kleiner der Sensor ist, desto steiler muss das Licht durch das Objektiv einfallen um noch verwendet zu werden. Sprich je kleiner der Sensor desto frontaler muss das aufgenommene Motiv sein. Montiert man nun beide Kameras gleich weit weg vom Motiv und verwendet die gleichen Einstellungen und das gleiche Objektiv wird der kleinere Sensor logischerweise auch einen kleineren Bildausschnitt abbilden.

Damals habe ich verstanden, dass der kleinere Sensor sich so verhält als wäre die Brennweite etwa 20% grösser als jene der Vollformatkamera. Aufgrund dieser Rechnung habe ich mir damals ein 35mm Objektiv für meine Kleinbildkamera gekauft. Dann rannte ich durch die Welt und erzählte jedem der es hören wollte oder der nicht schnell genug weggerannt ist, ich hätte zwar ein 35mm Objektiv auf meiner Kamera, da diese aber einen Kleinbildsensor habe, hätte ich ungefähr den gleichen Bildausschnitt wie mit einem 50mm Objektiv...

Als ich mich nun auf die Makrofotografie vorbereitet habe, holte ich meine Festbrennweite hervor und wollte, mit meinem Normalobjektiv, die Makroaufnahmen machen. Dabei stellte ich aber völlig überrascht fest, dass die 35mm Brennweite ein kleines "DX" im Namen trägt und somit auf den Kleinbildsensor ausgerichtet ist. Ich rannte also mit meinem Weitwinkelobjektiv durch die Welt und machte Weitwinkelbilder im Glauben ich hätte das Prinzip begriffen.

Würde ich dieses Objektiv nun auf der Vollbildkamera verwenden, würde sie automatisch nur einen Teil des Sensors verwenden, da das Objektiv nicht genügend Licht einlässt um den ganzen Sensor ausreichend zu belichten. Ich würde also weiterhin das 35mm Objekiv als genau das verwenden. Würde ich die Funktion mit dem automatischen Umschalten ausschalten, hätte ich weiterhin keine Normalbrennweite sondern ein noch grösseres Weitwinkelobjektiv mit wahrscheinlich relativ schlechten Eigenschaften an den Bildrändern.

Merke für die Zukunft:

Da alle Objektive mit F-Bajonett auf alle Kameras mit demselben passen, müssen die in Zukunft gekauften Objektive alle auf Vollformat ausgelegt sein. So kann ich sie mit einer höheren Brennweite auf der kleinen Kamera verwenden ohne Qualität zu verlieren.

Exkurs beendet

 

Da ich nun die Festbrennweite nicht für meine Makrofotografie verwenden wollte, versuchte ich mich mit meinem normalen Zoomobjektiv. Dies hat eine Naheinstellgrenze von etwa einem halben Meter und liefert eher schwache Resultate, wenn ich näher ans Motiv herangehe. Ich versuchte das mit Zoom und Blende so gut als möglich zu kaschieren aber es kommt nicht an die Leistung eines Makroobjektives heran.

Meine Idee war, die Schlümpfe durch einen Dschungel gehen zu lassen in dem der Tiger lauert. Dazu habe ich meinen Lavendel genommen und als erstes versucht, die Schlümpfe durch den Topf gehen zu lassen. Das wirkte übermässig flach. Danach habe ich vom Lavendel abgeschnitten und die Stängel mit den Blättern auf grünes Seidenpapier gelegt.


 

 

Während dem Kurstag gab mir Sandra den Hinweis, dass ich zu wenig Vorder- und Hintergrund habe. Dadurch würden die Bilder flach wirken. Ich ging dann in den nächsten Blumenladen und kaufte dort "Steckschaum". Das ist diese grüne Masse in welche man Blumen stecken kann. In diese habe ich dann meine Lavendelstängel gesteckt und so einen halbwegs akzeptablen Dschungel bekommen.

Nach dem Kurstag ist mir aufgefallen, dass unsere Vorbilder jeweils kleine Figuren auf normalgrossen Objekten aufgestellt hatten. Dadurch wurde die Grösse der Figuren erst ersichtlich. Da das bei meinem Lavendel nicht der Fall war, habe ich mir ein neues Konzept überlegt und den Wald dann aus Besteck gemacht welches ich durch grünes Seidenpapier in den Steckschaum gesteckt habe.

Der Effekt war ok. Ein Problem ist, dass der Hintergrund weiterhin grün sein muss, damit man den Waldeffekt hat, im Vordergrund aber nichts grün ist. Eigentlich müsste der Hintergrund nun edelstahlfarben sein.

Ein Problem blieb nach wie vor die Unterteilung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund. Ich hatte fast zu wenig Steckschaum und Besteck um meinen Wald gross genug zu machen.

Nach diversen Versuchen mit Licht und Anordnung habe ich schliesslich den Wald um 90° gedreht. Dadurch Verschwand die Lichtung in der Mitte und der Wald wurde tiefer. Die Kamera kam dann etwas weiter weg und ich arbeitete mehr mit Zoom. So gelang mir schlussendlich eine für mich zufriedenstellende Aufnahme.