Die Strichmännchen hätten nichts mit Fotografie zu tun.
Es ist nicht so, dass ich mein Thema vorgetanzt oder -gesungen hätte aber obschon der physische Beweis in Form von Fotografien auf dem Tisch lag, hatte das Thema nichts mit fotografieren zu tun. Zudem würden meine Männchen zu sehr nach Klamauk aussehen und der Ernsthaftigkeit des Themas nicht gerecht werden. Stattdessen solle ich Legomännchen verwenden. Als ob Kinderspielzeug mehr Ernsthaftigkeit ausstrahlt als meine Pfeiffenputzermännchen. Dabei konnten meine Männchen jeden erdenklichen Gesichtsausdruck annehmen, liessen sich in jede Position verbiegen und mit etwas Heissleim und doppelseitigem Klebeband blieben sie regungslos in einer Pose, bis ich mit Szene, Licht und Kameraeinstellung zufrieden war.
Weiter sei meine Arbeit zu eintönig, würde immer ähnliche Blitzrichtungen beinhalten und sich in einem Nicht-Raum befinden welchem es an Boden mangeln würde. Punkte die durchaus ihre Berechtigungen haben. Allerdings ist es nicht ganz einfach in einer Wohnung welche auch von anderen Personen benutzt wird, eine Szene aufzubauen welche den ganzen Esstisch in Anspruch nimmt.





Nichts desto trotz wurde auch dieses Projekt abgeschmettert und ich war wieder gleich weit wie zuvor.
Entsprechend demotiviert verliess ich den Kurstag welcher ansonsten ereignislos verlaufen war und bestritt die Nachtschicht. Während dieser überlegte ich mir, wie ich die Kritikpunkte in meine Arbeit einbauen konnte. Sicher nicht mit Lego aber eben auch nicht mit Pfeiffenputzern. So liess ich schlussendlich diese Geschichte auch wieder fallen und suchte mir eine neue Idee.
Es musste fotografisch anspruchsvoll sein, die Kameraeinstellungen mussten variieren, der Blitz musste verschieden eingesetzt werden, und so weiter.
Zeitgleich erarbeitete ich mir die Blitzbilder. Auch diese Arbeit ging relativ zügig über die Bühne. Inzwischen habe ich schliesslich auch schon etwas Erfahrung mit dem Blitz.









