Montag, 9. Dezember 2019

Drohnenfotografie


Copyright by DJI
Je weiter der Kurs voranschreitet, desto näher kommt auch mein Ziel mir mit der Drohnenfliegerei ein zweites Standbein zu erarbeiten. Dazu gehört aber auch, mich mit den Drohnen auseinander zu setzen und so habe ich mir im September eine Drohne gekauft.
Es ist die Mavic 2 Pro von DJI. Sie ist grau, hat rund ein Kilo Fluggewicht und eine fest installierte Hasselblad Kamera mit Blendenwerten von 2.8 bis 11. Die Linse ist eine Festbrennweite mit 26mm und einem 1 Zoll CMOS Sensor.

Gemäss Hersteller kann sie mit einem vollen Akku etwa eine halbe Stunde in der Luft sein. Gemäss Verbrauchern reicht es aber meist für rund zwanzig Minuten. In dieser Zeit kann man aber schon recht viel anstellen und zugegebenermassen bin ich nach zwei Akkus auch schon Müde und mag nicht mehr fliegen.


Der Roche Turm in Basel
Die grösste Herausforderung an der Drohnenfotografie ist, dass man sowohl die Drohne wie auch die Kamera gleichzeitig steuern muss. Dazu verbindet man sein Smartphone oder Tablet mit der Fernsteuerung der Drohne und erhält über die DJI-App das Bild sowie die Kamerasteuerung. Sobald man im Flug die Steuerknüppel der Fernbedienung loslässt, bremst die Drohne ab und steht dann fast bewegungslos in der Luft. Dann kann man über das Smartphone die Blende, die Verschlusszeit und die ISO-Werte einstellen und das Foto schiessen. Per Knopfdruck kann man selbstverständlich von Foto auf Video umstellen und so ruhige und stabile Kamerafahrten aufnehmen.


Skyline vom Rhein aus
Auch das Fotografieren und Filmen mit der Drohne hat aber seine Grenzen und ganz besonders seine Tücken.
Einerseits sind da diverse Regeln und Gesetze welche es einzuhalten oder möglichst minimal zu biegen gilt. Da gehört dazu nicht in der Nähe von Flughäfen zu fliegen, in gewissen Zonen die Maximalhöhe einzuhalten und nicht in der Nähe von unbeteiligten Personen zu fliegen. Die Drohne hat aber gerade beim letzten Punkt eine anziehende Wirkung auf Personen. Kinder wollen sie möglichst genau sehen und gehen gerne nahe an eine startende oder landende Drohne heran. Ältere Leute würden den Piloten gerne aus jeder Wiese und jedem Feld jagen da Drohnen ja bekanntlich Teufelszeug seien und nur zum Spionieren gebraucht würden. Spionieren mit der Festbrennweite ist übrigens möglich, bedingt aber eine sehr grosse Nähe zum Motiv. Sollte also einmal eine Drohne unmittelbar vor Ihrem Gesicht fliegen passen Sie auf - sie werden gerade ausspioniert.



Die Baustelle hinter dem Roche Turm
Andererseits erfordert es viel Konzentration die Drohne sauber zu positionieren und aus der neuen Perspektive ein anständiges Bild zu bekommen. Im Moment fehlt mir noch das Auge und die nötige Erfahrung um ein anständiges Bild aus der Luft schiessen zu können aber ich war fleissig und habe letzte Woche geübt und gehe Morgen mit Krisztina fliegen. Sie will auch wissen was man mit einer Drohne so alles anstellen kann.


DJI stellt eine Website zur Verfügung auf welcher Drohnenpiloten ihre Bilder veröffentlichen können. Als ich also letzte Woche voller Stolz meine Bilder vom Roche Turm in Basel hochgeladen hatte, stellte ich fest das viele andere die selbe Idee auch schon hatten. Auf der Website kann man sich über Fotografen und Material informieren und erhält die Gelegenheit DJI-Produkte zu testen. Zudem findet man viele inspirierende Bilder und Ideen für eigene Projekte.




Die Schwarzwaldbrücke


Kurstag 7



Bildbesprechung


Im Eilzugstempo durch den Lehrgang
Nach einer kleinen Achterbahn der Gefühle bei welcher mir mein Chef erst sagte ich dürfe nicht an den "Fotokurs" weil ich im Geschäft benötigt würde und später wieder kam und sagte ich könne nun doch gehen, besuchte ich den siebenten Kurstag mit einem ganzen Stapel von Bildern. Die letzten Aufgaben beinhalteten schliesslich alles von Hoch- und Querformat über Horizonte bis hin zum Goldenen Schnitt.

Die Bildbesprechung fiel dementsprechend lange aus, war aber so auch sehr ergiebig.

Hoch-/Querformat
Beim Hochformat liegt mehr Gewicht auf dem Motiv. Für mich ist es einfacher ein Motiv zu isolieren, wenn ich das Hochformat verwende. Das Querformat dagegen zeigt das Motiv in der Umgebung.


Motivtreue
Bei der Bildbesprechung hatten wir das Problem, dass der Fotograf sein Bild jeweils zu rechtfertigen versuchte. Dadurch rückte er weder sich selbst noch sein Bild ins beste Licht. Wenn wir aber in drei Jahren wirklich etwas mit unseren Bildern machen wollen, müssen wir lernen unsere Bilder besser zu verkaufen. Dazu sollten wir die Blicke der Betrachter auf die positiven Aspekte der Bilder lenken und vorwiegend das Motiv besprechen.

Aufgabentreue
Wie schon beim letzten Kurstag habe ich die Aufgabe nur zum Teil erfüllt da einige Bilder am Ziel vorbei geschossen wurden. Ich muss mich am Kurstag selber mehr zusammennehmen und die Aufgabenstellung besser lesen und erfüllen. Nur so kann ich voll von der Bildbesprechung profitieren und übe mich mich darin das gewünschte Produkt abzuliefern. Zudem muss ich die Bilder grösser ausdrucken damit man sie in der grossen Gruppe besser betrachten und besprechen kann.

Der "Guzzi-Effekt"
Bei der Bildbesprechung kamen wir an eine Serie von Rennie welche verschiedene Kekse auf einen Tisch gelegt hatte. Dann legte sie noch einen Spitzbuben dazu den sie dann in jedem Schnittpunkt des Goldenen Schnittes und in der Mitte des Bildes fotografierte. Beim Bild mit dem Spitzbuben oben rechts lagen dann drei Zimtsterne in einem Dreieck in der Mitte des Bildes. Diese Formation zog den Blick weg vom eigentlichen Motiv, dem Spitzbuben, und liess dieses so fast nebensächlich erscheinen. Trotz dem das Rennie das Bild so einfach wie möglich gehalten hatte, hatte sich ein solcher Fehler eingeschlichen. Diesen Effekt haben wir in der Klasse den "Guzzi-Effekt" (Guzzi ist Dialekt für Keks) genannt. Diesen gilt es im Kopf zu behalten und so gut als möglich zu vermeiden.


Der "So-bin-ich-es-mir-gewohnt-Effekt"
Weihnachtliches Glühweintrinken
Bilder welche aus der Normalperspektive aufgenommen werden wirken vertraut aber auch schnell einmal langweilig. Diesen Effekt haben wir bei mehreren Teilnehmern beobachten können. Bei mir kommt dazu, dass ich mir gewohnt bin Bilder aus der Normalperspektive aufzunehmen und so kommen schliesslich viele Faktoren zusammen die ein Bild gewöhnlich erscheinen lassen. Um dies zu vermeiden sollte man öfters aus seinen gewohnten Mustern ausbrechen und versuchen unterschiedlichere Bilder zu schiessen.

Informationen verwehren
Bei einem Bild von Dinah welches drei grosse Steine im oberen Drittel hatte und darunter nur Strassenbelag zeigte, diskutierten wir lange darüber warum dieses Bild einen unheimlichen Aspekt hatte. Nach einigem Hin und Her erklärte uns Sandra schliesslich, dass Dinah hier gekonnt Informationen verwehrt hat. Da man als Betrachter nur auf den Boden und die Steine schauen darf, sieht man nicht was um einen herum geschieht. Dadurch wirken die Steine mächtiger und etwas bedrohlich. Diesen Effekt haben wir bereits einmal besprochen, als wir die Aufgabe mit den angenehmen Räumen und den unheimlichen Räumen besprochen hatten. Dass er uns nun aber so unvorbereitet wieder begegnen würde, haben wir nicht erwartet.

Leserichtung und Bewegung
Gemäss Sandra schauen wir ein Bild an wie wir einen Text lesen. Wir beginnen oben links und arbeiten uns dann Zeile für Zeile durch. Dementsprechend sehen wir auch eine Bewegung von links nach rechts als Start während sie in der umgekehrten Richtung als Landung oder zu Ende wahrgenommen wird. Dies ist ein rein kultureller Effekt und hat mit unserer Erziehung zu tun. Jemand der von rechts nach links schreibt wird wahrscheinlich auch ein Bild so betrachten.

Fazit
Nach der Bildbesprechung bat uns Sandra folgende Punkte für unsere nächsten Aufgaben zu berücksichtigen.
-Nicht zu viel auf das Bild nehmen
-Linien beachten
-Leserichtung beachten

Reportage

#Basel #Truthbomb
Nach dem wir die Bildbesprechung abgeschlossen hatten, ging es weiter mit dem nächsten Thema. Sandra teilte uns einen kurzen Text über die Fotoreportage aus und wir schrieben uns einige Punkte auf, die für eine gute Reportage wichtig sind. Nachdem wir das besprochen hatten, ging es in kleinen Gruppen los. In der Stadt war gerade Weihnachtsmarkt und wir sollten eine Reportage über das Weihnachtliche Basel erstellen.
Zuerst hatte ich Mühe da der bekannte Effekt mit dem hellen Himmel und dem dunkeln Motiv wieder eintrat. Danach machte ich aber auch noch diverse Fotos mit dem Ziel mich inspirieren zu können. Für mich ist Weihnachten aber vor allem Nachts und mir gefallen die Beleuchtungen und Verzierungen an den Häusern. Die Schwierigkeit darin ist allerdings, dass man trotzdem noch erkennt, dass man in Basel ist.

Donnerstag, 28. November 2019

Kurstag 6

Der Kopf der Ente in der Drittelsregel
Bildbesprechung

Der sechste Kurstag begann, wie die meisten vorherigen, mit der Bildbesprechung der Aufgaben.
Dieses Mal hatte ich mich nicht nur ausreichend vorbereitet, ich hatte sogar meine Bilder ausgedruckt dabei.
Während der Bildbesprechung stellten wir allgemein fest, dass die Aufgaben nicht richtig gelesen oder verstanden wurden und deshalb jeder etwas eigenes kreiert hatte. Um dies in Zukunft zu vermeiden habe ich mir vorgenommen die Aufgaben genauer zu lesen und allenfalls mit der Lehrperson kurz zu besprechen.
Die Aufgabe war, einen Raum einmal unheimlich und einmal ansprechend darzustellen. Ich habe zwar in einen Raum fotografiert aber dann kleine Geschichten inszeniert welche den Raum schlussendlich unheimlich erscheinen liessen. Dafür gab es zwar einen Kreativitätspunkt von Sandra aber die Übung hatte ich nur mit zwei Fotos erfüllt welche ich am entsprechenden Kurstag gemacht hatte.
Folgende Elemente kamen in unseren Bildern häufig vor:

Perspektive: In der Froschperspektive wirken Räume schnell gross und Gegenstände bedrohlich. In der Normalperspektive dagegen wirken sie normal...

Unschärfe: "Den Blick auf das Motiv verweigern" nannte es Sandra. Durch Gegenstände weit vor dem Motiv welche aber nicht scharf abgebildet werden entsteht eine gewisse Spannung im Bild. In unserem Fall waren es meist Wände welche tief ins Bild ragten.

Abgründe: Viele unserer Bilder sprachen direkt einzelne Ängste des Menschen an. So auch die Höhenangst, wenn jemand gerade von oben nach unten fotografierte oder die Angst vor dem Ungewissen, wenn jemand ein schwarzes Loch in der Mitte des Bildes erschuf. Jannick hat diese Techniken in einem eindrücklichen Bild eines Treppenhauses kombiniert.

Weissabgleich: Um einen Raum kälter wirken zu lassen, kann man ihm mit dem Weissabgleich einen leichten Blaustich geben. Voraussetzung dafür ist aber, dass weisse oder zumindest ausreichend helle (farblich) Flächen sichtbar sind. In einem meiner Bilder sah man den Effekt des Weissabgleiches nur gerade an einem Stück Wand da der Rest des Raumes zu dunkel war oder die Farben nur wenig beeinflusst wurden.

Querformat gegen
Hochformat
Bildgestaltung

Nach der Bildbesprechung ging es an das Thema des Tages, die Bildgestaltung. Wir durften zuerst aus einer Sammlung von Bildern eines aussuchen welches uns gefiel und von diesem dann drei Punkte nennen welche unserer Meinung nach bei der Gestaltung berücksichtigt worden sind.
Diese drei Punkte schrieb Sandra dann an die Tafel um uns einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Möglichkeiten zu geben.
Danach besprachen wir einzelne Elemente zur Bildgestaltung wie den goldenen Schnitt, die Höhe des Horizontes oder Hoch- und Querformat.

Am Nachmittag erhielten wir dann vier Aufgaben. Eine für Hoch-/Querformat, eine für den Horizont, eine für den goldenen Schnitt und eine bei der wir wieder ein Motiv aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven fotografieren sollten.

Von den vier Zusatzaufgaben behandelte eine das High Key Bild. Ich habe mich erneut daran gewagt, kam aber immer noch nicht auf ein gutes Ergebnis. Während es nämlich recht einfach war den Lichtkegel meiner Taschenlampe zu verkleinern, weiss ich nicht wie ich den Hintergrund nun gleichmässig hell ausleuchten kann. Die Taschenlampe bringt nämlich im Zentrum extrem viel Licht, rundum aber immer weniger.

Fazit zum Kurstag
Eine Birke up close
Nachdem ich bei der Bildbesprechung das erste Mal das Gefühl hatte, dass ich Bilder machen kann welche die anderen Teilnehmer als halbwegs passabel ansehen, weiss ich nun wie viel Aufwand ich betreiben muss um jeweils am nächsten Kurstag etwas brauchbares vorlegen zu können. Leider ist der nächste Kurstag bereits nächsten Samstag und ich muss fünfzehn Bilder mit verschiedenen Motiven und Elementen bringen. Das fällt mir um so schwerer, weil ich die ganze Woche auch noch arbeiten muss und nächste Woche einen Sporttest habe welcher auch einigermassen vorbereitet werden will. Da alles gemacht werden muss und alles gleichzeitig kommt, gibt es wohl überall eine entsprechende Rückmeldung.





Montag, 18. November 2019

Kurstag 5

Lightroom
Am fünften Kurstag erhielten wir ausführliche Informationen darüber, wie man Lightroom öffnet, Bilder importiert und Bibliotheken erstellt.
Dies war der bisher anstrengendste Tag in diesem Lehrgang da wir eigentlich nur Grundlagen bei der Verwendung von Computern behandelten. Da Computer einen grossen Teil meiner Freizeit einnehmen und Drohnen eigentlich auch nur fliegende Computer sind, habe ich auf diesem Gebiet gewisse Vorteile.

Bildbesprechung
Ganz im Gegenteil dazu musste ich bei der Bildbesprechung feststellen, dass meine Idee zu Low- und High-Key komplett daneben war.
Während ich dachte, Low-Key wären einfach unterbelichtete Fotos mit leichten Kontrasten an zum Beispiel Ecken und Kanten, musste ich bei der Bildbesprechung feststellen, dass beide Keys eigentlich korrekt belichtet sind. Allerdings besteht zwischen Hinter- und Vordergrund ein grösserer Lichtunterschied als die von der Kamera darstellbaren acht Blendenwerte und so versinkt entweder das Motiv oder der Hintergrund in Reinweiss respektive schwarz.

Ich habe mich dann in einer Pause mit meinem Klassenkameraden Bruno unterhalten. Er hatte ein besonders gutes Low-Key Bild von einem Kürbis gemacht. Dazu hatte er eine LED-Lampe nahe an den Kürbis gestellt, diesen direkt angestrahlt und dann die Kamera auf Spotmessung gestellt und die hellste Stelle am Kürbis gemessen.So war der hellste Teil des Kürbisses korrekt belichtet während der Hintergrund komplett schwarz wurde.

Low-Key
Zuhause habe ich dann eine kleine LED-Taschenlampe in das Kartonrohr einer Rolle Haushaltspapier gesteckt, um den Lichtkegel möglichst klein zu bekommen. Danach habe ich mein Motiv auf unser schwarzes Sofa gestellt und den Raum abgedunkelt. Nach einigen Versuchen erreichte ich ganz passable Ergebnisse.
Eine andere Idee für Low-Key Fotos welche ich ebenfalls von der Bildbesprechung mitgenommen habe war, das Motiv von hinten mit einer Lichtquelle zu durchleuchten. Ich nahm dazu wieder die Taschenlampe in der Rolle und stellte sie unter ein Blatt unserer Zimmerpflanze. Das Ergebnis war überraschend gut.

Die High-Key Fotos machen mir noch etwas mehr zu schaffen, da der Hintergrund angeleuchtet werden soll, ohne das Motiv zu beleuchten. Dazu muss ich wohl Licht von der Seite an die Wand strahlen und das Motiv mit einem Karton etwas abschirmen oder Ein weisses Blatt Papier von hinten zum "leuchten" bringen und das Motiv davor stellen. Allerdings hatte ich bis jetzt noch nicht die Zeit, dies zu probieren. Schliesslich stehen auf nächsten Samstag noch die Fotos von einem Raum an, welche einmal angenehm und einmal unangenehm wirken sollen.

Gemütliches / Ungemütliches Ambiente
Während dem Kurstag an dem wir diese Fotos aufgenommen hatten, habe ich mich vor allem auf den Weissabgleich konzentriert. Ich möchte nun aber zudem noch andere Elemente einbringen. Dazu habe ich mir überlegt, was man bei Horrorfilmen verwendet, um den Zuschauer zu gruseln. Diese Elemente versuche ich dann bewusst in meine Fotos des Raumes  einfliessen zu lassen. Allerdings kommt da relativ viel Aufwand in der Gestaltung des Raumes auf mich zu und ich muss mit dem Licht ausserhalb des Fensters etwas zielen, damit der Kontrast von innen nach aussen nicht zu gross wird.


Donnerstag, 7. November 2019

Warschau - Gedanken zur Reisefotografie

Das erste Wochenende im November verbrachten meine Freundin und ich in Warschau. Ein Städtetrip zu Gunsten der Beziehung und damit sie von meinen Erfahrungen in der Fotografie profitieren konnte. Schliesslich hat sie mich das Kursgeld nur unter dieser Bedingung abheben lassen.

Wir reisten mit dem Flieger direkt von Basel nach Warschau und dort in eine kleine Wohnung. In unserem Gepäck hatten wir unsere gesamte Ausrüstung. Die Kamera und die beiden Objektive. Kurz vor der Abreise hatten wir noch diskutiert ob wir uns ein Stativ kaufen sollten aber dieses dann überall mitzuschleppen war uns zuwider und so liessen wir es sein.

Am ersten Tag schliefen wir aus und besuchten das Museum des Warschauer Aufstandes. Ein spannendes Museum mit vielen Ausstellungsstücken aus der Zeit des Warschauer Widerstandes gegen die Herrschaft von Nazi-Deutschland. Im Museum war es dunkel. Die Wände waren in schwarz gehalten oder imitierten Ruinen von Backsteinwänden. In den grossen Hallen hatte man zusätzliche Wände gestellt wodurch die Besucher sich durch enge Gassen schoben. Da das Museum gut besucht war unterliessen wir es, dort Fotos zu machen. Sicher hätte es das ein oder andere Motiv gegeben aber die Platzverhältnisse liessen es nicht zu, dass man sich da lange vor einem Objekt aufhielt und niemanden passieren liess.

Am Abend, etwa gegen 1700 Uhr verliessen wir das Museum und standen in der Dunkelheit. Die Sonne war bereits um 1600 Uhr untergegangen was uns in dieser Zeit des Jahres eigentlich hätte bewusst sein müssen. Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel machten wir deshalb auch keine Fotos.

Warschau bei Nacht mit Gitterstäben
Das nächste Ziel war der Kulturpalast nahe dem Zentralbahnhof. Dieser war ein Geschenk Stalins der Arbeiter der Sowjetunion an die polnischen Genossen und im Stil des Sowjetischen Klassizismus erbaut worden. Nach der Entrichtung eines kleinen Entgelts gelangt man mit dem Lift in den dreissigsten Stock dieses Palasts. Von dort hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Hochhäuser. Von dieser Plattform aus machten wir einige Nachtaufnahmen. Damit die Aufnahmen bei zwei bis zehn Sekunden Belichtungszeit nicht verwackelten, legte ich die Kamera auf das breite Geländer. Dabei musste ich sie so ausrichten, dass die Gitterstäbe welche übermütige Besucher vom Klettern abhielten nicht  mitten im Bild waren. Das Problem dabei war, dass die Kamera nun geradeaus zeigte und dadurch sehr viel Himmel auf den Bildern war. Zudem blendeten grosse Leuchtreklamen. Als meine Freundin nach einigen Minuten kam und mir ihr Natelfoto unter die Nase hielt welches meine Aufnahmen nicht nur qualitativ sondern auch gestalterisch bei weitem übertraf hätte ich die Kamera am liebsten dreissig Stockwerke hinunter geworfen.




Warschau bei Nacht vom Smartphone




Seejungfrau vor hellem Himmel
Am nächsten Tag nahmen wir die Metro und begaben uns an die Weichsel. Dort fanden wir bereits unser erstes Motiv, eine der drei Seejungfrauen von Warschau. Das Problem hier war jenes, welches wir gerade am letzten Kurstag besprochen hatten. Der Himmel war ein diffuses, grelles Weiss während die Skulptur schräg von der Seite belichtet wurde. Dadurch wirkt das Gesicht der Statue zu dunkel und der Himmel reinweiss. Um diesem Effekt entgegen zu wirken hätten wir entweder später zurück kommen und den neuen Sonnenstand ausprobieren müssen oder die Sirene von hinten fotografieren. Von beidem haben wir abgesehen. Stattdessen haben wir nun halt nur mässig schöne Fotos, dafür konnten wir die Zeit anderweitig nutzen und haben keine grünen Hinterteile in unserer Sammlung.
Das Problem mit dem Sonnenlicht zog sich dann auch den Rest des Tages hin. Dies scheint auf Reisen ein grösseres Problem zu sein. Gerade dann, wenn man nebst dem Fotografieren auch noch die Stadt sehen will.

Palast vor hellem Himmel
In der Altstadt versuchten wir noch einige Gebäude zu fotografieren. Hier war einerseits das Licht weiterhin ein Problem andererseits aber auch die stark fliehenden Linien auf den Bildern da wir alles aus der Froschperspektive aufnahmen. Anders ist dies in den engen Gassen vom Boden aus fast nicht machbar. Eine interessante alternative wäre eine Drohne mit Weitwinkelobjektiv welche eine ganz neue Perspektive erlauben würde da man sich auf die mittlere Höhe des Gebäudes begeben und von dort geradeaus fotografieren könnte. Dies bleibt ein andermal zu testen.
Am Nachmittag begann es heftig zu regnen so dass ich die alte Dame (Kamera) nicht aus der Tasche nehmen wollte.
Am Folgetag machte ich noch einige Aufnahme vom Kulturpalast und dann mussten wir schon wieder in den Flieger steigen und nach Hause reisen.
Alles in allem hatten wir eine schöne Zeit in Warschau und viel gelernt über die Fotografie.



Kulturpalast - schief aufgenommen

Dienstag, 29. Oktober 2019

Kurstag 4

Belichtungsmessung
Als wir am vierten Kurstag vor "unserem" Zimmer standen, war dieses verschlossen. Auch Sandra war nicht da. Stattdessen wartete eine kleine, quirlige Frau im Zimmer nebenan. Sabrina gab ihr Debüt als Klassenlehrerin in unserem Kurs.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde lernten wir die Belichtungsmessung genauer kennen.
Ausschnitt von einem weissen Blatt Papier
Die Belichtungsmessung der Kamera will in jedem Bild ein Durchschnittsgrau erreichen. Dazu misst sie das Licht und gibt dem Fotografen die Rückmeldung ob er mehr oder weniger Licht auf den Sensor lassen muss. Will dieser nun aber einen schwarzen Vorhang fotografieren, hellt die Kamera das Schwarz bis auf das Durchschnittsgrau auf. Dasselbe passiert mit einer Schneelandschaft oder ähnlichem. Um dies nun zu korrigieren kann man die Belichtungskorrektur verwenden. Diese hat entgegen meiner ersten Idee nichts mit dem Weissabgleich zu tun.
Ausschnitt einer schwarzen Hose...

Weissabgleich: Farben werden neutral dargestellt.

Belichtungskorrektur: Helligkeit des Bildes wird korrekt eingestellt.
Das ist noch etwas viel Farbe für meine grauen Zellen aber mit etwas Übung sollte ich das in den Griff bekommen.




Wie sicher schon bemerkt wurde, hatte ich bisher auf vielen meiner Bilder einen schneeweissen Himmel. Dies war ein Effekt den ich einfach so hingenommen habe. Nun durfte ich erfahren, dass meine Himmel jeweils komplett überbelichtet waren. Das Motiv mag jeweils gut belichtet sein aber die Kamera kann nur acht Blendenstufen unterschied festhalten. Fotografiert man nun gegen die Sonne oder gegen einen sehr hellen Himmel werden die Pixel reinweiss sogenannt "ausgebrannt". Bei sehr dunkeln Teilen des Bildes werden Pixel welche nur schwarze Informationen haben als "abgesoffen" bezeichnet. Beides kann weder mit der Belichtungsmessung noch am Computer geändert werden. Stattdessen muss der Fotograf etwas am Bildausschnitt, der Belichtung oder seiner Blickrichtung ändern.

Um die Belichtung zu messen haben die meisten Kameras folgende zwei Programme:
Matrixmessung

Matrixmessung: Die Kamera misst jeden Pixel des Bildes und errechnet daraus einen Durchschnitt. Diese Messmethode funktioniert, solange keine markanten Unterschiede in der Beleuchtung im Bild sind.

Spotmessung
Spotmessung: Die Kamera misst einen - bei manchen Kameras verstellbaren - Punkt und errechnet daraus die Korrekte Belichtung. Dieser Spot kann mit einem Knopf gespeichert werden. Der Knopf ist bei meiner Kamera direkt neben dem Sucher und um die Messung zu speichern muss man ihn gedrückt halten. Sprich ich muss mit meinem Finger zwischen Gesicht und Kamera. Weiss Gott wie die Japaner sich das vorgestellt haben.

Mittenbetonte Messung: Diese Messart wurde nur kurz angeschnitten da anscheinend nicht alle Kameras darüber verfügen. Hier wird die Region um die Mitte gemessen und ein Durchschnitt daraus errechnet.

Hausaufgaben:
Für den nächsten Kurstag müssen wir zwei Fotos machen. Eines in "High Key" sprich mit vielen hellen Bildelementen und eines in "Low Key" sprich mit vielen dunklen Bildelementen. Ich habe ein zwei Bilder versucht, kam aber noch nicht auf ein zufriedenstellendes Resultat.


High Key?

Kurstag 3

Werktagebuch
Der dritte Kurstag begann mit dem langersehnten Thema "Werktagebuch". Nun endlich erfuhren wir, wie wir dieses Thema behandeln sollten, welches uns für die nächsten drei Jahre begleiten und am Ende bewertet werden würde. Ich habe mich spontan für einen Blog entschieden, da dieser von überall her zugänglich ist, sicher abgespeichert wird und doch etwas Platz für Gestaltung lässt. Leider musste ich feststellen, dass die meisten Anbieter für Blogs entweder nur limitierten Speicherplatz zur Verfügung stellen oder für ihre Dienste horrende Summen verlangen. Die Blogplattform von Google bietet da einen Kompromiss. Sie lässt sich bedingt gestalten, hat aber genug Platz für Text und Bilder. Wenn ich mich regelmässig damit auseinandersetze, wird es wohl möglich sein, auch diese Plattform ansprechend zu gestalten.


Meine Idee von diesem Werktagebuch ist, dass ich nebst den Kurstagen noch Bilder von Shootings und Übungen einbringe oder Geräte und Techniken vorstelle welche mich interessieren. Zwangsläufig wird da ein mindestens ein Bericht über Drohnen dabei sein aber sicher auch diverse andere Dinge.

Das Manuelle Belichtungsprogramm
Nach dem Werktagebuch beschäftigten wir uns mit dem Manuellen Belichtungsprogramm. Das ist das krasseste Gegenteil zur Vollautomatik welches die Kamera zu bieten hat. Der Fotograf darf frei über Blende, Verschlusszeit und bei korrekter Einstellung sogar über die Lichtempfindlichkeit verfügen. Er geniesst die volle Freiheit aber nicht ohne das die Kamera ihre Meinung dazu abgibt, zum Beispiel in Form der Belichtungsmessung. Die ganz wilden Fotografen setzen dann noch den Fokus auf Manuell. Der Nachteil daran, all diese Werte einstellen zu können ist die Tatsache, dass man all diese Werte einstellen muss. Durch das ewige Drehen an Rädchen und drücken an Knöpfen verliert man Zeit in welcher das Modell wartet oder das Motiv davonfliegt.

Wo sollte man dann aber das Manuelle Belichtungsprogramm verwenden? Im Studio ist dieses Programm Pflicht, da die Studioblitze nicht in die Messsystem der Kamera integriert werden. Ansonsten wird das Manuelle Belichtungsprogramm dann verwendet, wenn die Kamera an ihre Grenzen kommt oder das Bild nicht so aufnimmt, wie man es sich vorstellt.

Nach einer Diskussion über die ISO - Automatik hat uns Sandra eine Tabelle aufgezeichnet auf welcher ersichtlich wurde, wie die Kamera mit der ISO Automatik ein Bild korrekt - im Sinne der Kamera - belichten kann auch wenn das Manuelle Belichtungsprogramm verwendet wurde. Die Tabelle kam mit dem Hinweis das wir die Lichtempfindlichkeit manuell einstellen sollen.

Von mir aus gesehen ist das Manuelle Belichtungsprogramm noch ein Buch mit sieben Siegeln. Rein technisch gesehen wäre ich im Stande ein Bild damit korrekt zu belichten aber das würde sehr lange dauern. Ich bin im Moment ganz glücklich mit den halbautomatischen Programmen Verschlusszeitvorwahl für bewegte Motive und Blendenvorwahl für alles andere. Damit gelingen mir bis jetzt die meisten Bilder.

Der Weissabgleich
Nach dem Mittagessen lernten wir den Weissabgleich kennen. Eine weitere Funktion von der ich schon einmal gehört hatte, von der ich aber keine Ahnung hatte warum es sie gibt und wie ich sie einsetze.
Da verschiedene Lichtquellen Licht mit verschiedenen Strahlen aussenden, entstehen in der Umgebung dieser Quelle verschiedene Farben. Damit das Bild aber trotzdem mit neutralen Farben aufgenommen werden kann, korrigiert die Kamera das Bild entsprechend. Dazu nimmt sie Weiss, Grau oder Schwarz als Referenz. Der Weissabgleich funktioniert in der Automatik recht gut. Kann die Kamera aber keine Referenz finden, muss man ihn allenfalls manuell umstellen.



Als Aufgabe für den Nachmittag hatten wir, ein Bild von einem Ort einmal unheimlich und einmal angenehm zu erstellen.

Extrem unheimlicher Balkon
 














Extrem behaglicher Balkon

Kurstag 2

An unserem zweiten Kurstag befassten wir uns mit Objektiven. Meine Freundin besitzt eine Festbrennweite 35mm von Nikon mit einer Lichtempfindlichkeit von 1.8 sowie ein Zoomobjektiv von Tamron mit einer Brennweite von 18mm bis 270mm und einer Lichtempfindlichkeit von 3.5 bis 6.3. Die beiden Objektive sind eher günstig, decken aber eine breite Palette an Möglichkeiten ab und eignen sich aufgrund ihrer geringen Grösse gut für unterwegs.

Im Kurs haben wir drei Arten von Objektiven unterschieden:

Das Weitwinkelobjektiv hat einen sehr grossen Bildwinkel und kann dadurch grosse Motive einfach einfangen. Zudem gibt es damit viel Tiefenschärfe. Nachteile sind die perspektivische Verzerrung und die Tiefenschärfe welche je nach dem ein Bild unruhig oder überladen wirken lassen kann.

Das Teleobjektiv bietet weit weniger Übersicht, kann jedoch Details von weit her holen und klar darstellen. Die Motive müssen kleiner sein als beim Weitwinkelobjektiv und es gibt nur eine geringe Tiefenschärfe.

Zu guter Letzt sind da noch die Zoomobjektive welche mehrere Brennweiten vereinen. Sie können reine Weitwinkelobjektive oder reine Teleobjektive sein oder gar beides in einem vereinen.

Nachdem wir uns mit den Objektiven auseinandergesetzt hatten, ging es weiter mit der Tiefenschärfe. Tiefenschärfe bedeutet, wie viel auf dem Bild vor und hinter dem Motiv noch scharf ist. Die Tiefenschärfe kann durch die Blende, die Brennweite und den Abstand von der Kamera zum Motiv beeinflusst werden:

Viel Tiefenschärfe: Geschlossene Blende, grosse Brennweite, grosse Distanz zum Motiv




Wenig Tiefenschärfe: Offene Blende, kleine Brennweite, geringe Distanz zum Motiv


Um mich zwischen den Kurstagen jeweils weiter mit der Materie auseinander zu setzen, gehe ich auf kleine Spaziergänge und versuche das neu Gelernte um zu setzen. Nach dem ersten Kurstag mit dem Schwerpunkt Fokus und Belichtung entstanden so viele Bilder von Krähen im Flug.  Andere Tiere wollten sich gerade nicht bewegen oder  versteckten sich vor mir. Das Problem bei den Krähen war, dass sie schnell mit ihrem Hintergrund verschmolzen. Gerade wenn sie vor Wald fliegen sind sie auf dem Bild kaum noch zu erkennen.
Nach dem zweiten Kurstag mit den Themen Objektive und Tiefenschärfe ging ich auf einen Spaziergang um Blumen zu fotografieren. Diese haben den Vorteil das man sehr nahe an sie heran gehen kann und so schon einen der drei Faktoren für wenig Tiefenschärfe erreicht. Geht man zudem nicht in der Mittagszeit kann man die Blende schon etwas schliessen. Auch die Brennweite stellt kein Problem dar und so kommt man zu sehr vielen Aufnahmen.


Kurstag 1

Am 07.09.2019 begann der "Certificate of advanced studies Lehrgang" Fotografie(CAS-Lehrgang). Bis dahin hatte ich mich nur sehr oberflächlich mit der Fotografie auseinandergesetzt. Eigentlich wäre es mir bis Anfang 2019 nicht einmal in den Sinn gekommen, einen Lehrgang über die Fotografie zu besuchen.

Im Juni 2018 benötigte mein damaliger Chef ein Geschenk für den Geburtstag seines Sohnes. Er sinnierte lange darüber, was er dem Jungen schenken konnte und als wir zufällig an einem Fachgeschäft für ferngesteuerte Autos vorbeikamen, gingen wir kurzerhand hinein und sahen uns um. Mein Chef verliess das Geschäft mit einem ferngesteuerten Auto und ich mit einem ferngesteuerten Flugzeug. Von da an begann ich mich mit Fernsteuerungen, Elektronik und Aerodynamik auseinander zu setzen. Selbstverständlich begann ich dann auch, Kameras auf meine Flugzeuge zu montieren und die Flüge zu filmen. Nach einiger Zeit trat ich der Modellfluggruppe Birsfelden bei wo ich mit anderen Fluggeräten und schliesslich mit Drohnen in Kontakt kam. Diese wiederum waren auch auf der Arbeit ein Thema und so erschlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe als ich mich mit Multikoptern auseinandersetzte. Dabei lernte ich, das sich damit durchaus auch Geld verdienen liesse. Allerdings benötigt man dazu in den meisten Fällen nicht nur eine moderne Drohne sondern auch eine fotografische Ausbildung.
Dieser Gedanke ging mir noch eine ganze Weile durch den Kopf. Ich wog Kosten und Chancen ab, besuchte Infoveranstaltungen und entschied mich schlussendlich, den CAS Lehrgang zu besuchen. Sollte die Geschichte mit den Drohnen am Ende doch nicht funktionieren, hätte ich immer noch die Ausbildung in der Fotografie welche ich entsprechend einsetzen könnte. Damit ich nicht komplett abgeschlagen unter den ganzen erfahrenen Fotografen da sitzen musste, besuchte ich - mit der Kamera meiner Freundin - noch kurz einen Einführungskurs in die Fotografie.

Aufgabe: Fotografiere eine Bewegung
So sass ich dann am besagten Tag im Zimmer 311. Die Kamera meiner Freundin, eine Nikon D3100, eine Festbrennweite von 50mm und ein Zoomobjektiv von 18mm bis 270mm. Das war meine ganze Ausrüstung.
Der erste Tag begann mit den üblichen administrativen und organisatorischen Aufgaben bevor wir uns dem Stoff zuwandten.

An unserem ersten Kurstag behandelten wir die verschiedenen Fokusarten. Wir lernten, dass die Felder welche wir durch den Sucher sehen sogenannte Fokusmessfelder sind und welche Arten von Fokus wir an unseren Kameras einstellen können. Für die verschiedenen Fokusarten gab es dann auch gleich eine Übung.
Da mein Einführungskurs in die Fotografie noch nicht sooo lange zurücklag wusste ich noch, wie man den Fokus einstellen kann und welche Fokusart für welches Motiv geeignet ist.

Ebenfalls am ersten Tag setzten wir uns mit der Belichtung auseinander.
Die drei Werte welche wir an der Kamera einstellen können, Blende, Verschlusszeit und ISO wurden uns erklärt und wir lernten, die Belichtungsmessung der Kamera richtig zu interpretieren.
Auch von dieser "heiligen Dreifaltigkeit" hatte ich bereits gehört und ich wusste auch, dass man mit der Vergrösserung der Blende und gleichzeitiger Verkürzung der Verschlusszeit den selben Belichtungswert hinbekommen kann. Allerdings bin ich mit den Blendewerten noch nicht ganz sattelfest.
Aufgabe: Mache mehrere Bilder von bewegten Objekten mit verschiedenen Verschlusszeiten