Mittwoch, 16. Juni 2021

Rückblick auf den Mai 2021

 Die Strichmännchen hätten nichts mit Fotografie zu tun.

Es ist nicht so, dass ich mein Thema vorgetanzt oder -gesungen hätte aber obschon der physische Beweis in Form von Fotografien auf dem Tisch lag, hatte das Thema nichts mit fotografieren zu tun. Zudem würden meine Männchen zu sehr nach Klamauk aussehen und der Ernsthaftigkeit des Themas nicht gerecht werden. Stattdessen solle ich Legomännchen verwenden. Als ob Kinderspielzeug mehr Ernsthaftigkeit ausstrahlt als meine Pfeiffenputzermännchen. Dabei konnten meine Männchen jeden erdenklichen Gesichtsausdruck annehmen, liessen sich in jede Position verbiegen und mit etwas Heissleim und doppelseitigem Klebeband blieben sie regungslos in einer Pose, bis ich mit Szene, Licht und Kameraeinstellung zufrieden war.

Weiter sei meine Arbeit zu eintönig, würde immer ähnliche Blitzrichtungen beinhalten und sich in einem Nicht-Raum befinden welchem es an Boden mangeln würde. Punkte die durchaus ihre Berechtigungen haben. Allerdings ist es nicht ganz einfach in einer Wohnung welche auch von anderen Personen benutzt wird, eine Szene aufzubauen welche den ganzen Esstisch in Anspruch nimmt. 







Nichts desto trotz wurde auch dieses Projekt abgeschmettert und ich war wieder gleich weit wie zuvor.

 

Entsprechend demotiviert verliess ich den Kurstag welcher ansonsten ereignislos verlaufen war und bestritt die Nachtschicht. Während dieser überlegte ich mir, wie ich die Kritikpunkte in meine Arbeit einbauen konnte. Sicher nicht mit Lego aber eben auch nicht mit Pfeiffenputzern. So liess ich schlussendlich diese Geschichte auch wieder fallen und suchte mir eine neue Idee.

Es musste fotografisch anspruchsvoll sein, die Kameraeinstellungen mussten variieren, der Blitz musste verschieden eingesetzt werden, und so weiter.

Zeitgleich erarbeitete ich mir die Blitzbilder. Auch diese Arbeit ging relativ zügig über die Bühne. Inzwischen habe ich schliesslich auch schon etwas Erfahrung mit dem Blitz.








Rückblick auf den April 2021

 Anfangs April kamen gleich zwei Aufträge rein. Einer von einer Arbeitskollegin die gute Bilder für eine CAS-Arbeit braucht, welche sie für die Arbeit macht. Das Thema dabei ist Licht und ich soll Vorher / Nachher Bilder machen. Wir gingen zusammen in einem Nachtdienst raus an den Rhein und ich versuchte, Bilder von einem dunkeln Rheinufer zu machen. Im Sommer wir dieser Bereich des Flusses ausgeleuchtet und sie untersucht die Auswirkungen der Beleuchtung auf das Publikum. Ich muss gestehen, die Abwesenheit von Licht in einem Bild zu betonen ist sehr schwierig und ich bin bis jetzt noch nicht ganz zufrieden mit meiner Arbeit.

Der zweite Auftrag war ein langjähriger Freund meinerseits welcher anfangs Jahr von seiner Frau verlassen wurde. Er wünschte sich aktuellere Bilder für seinen Lebenslauf und allenfalls ein Paar Bilder für Dating-Plattformen. Wir verbrachten einen ganzen Sonntag zusammen und er warf sich in verschiedene Outfits und machte seine Arbeit als Modell überraschend gut. Die Bilder müssen nun noch bearbeitet werden und dann sende ich sie ihm per Stick zu.

Mitte April hatten wir dann den monatlichen Kurstag. Bis dahin hatte ich eine ganze Ladung von Vogelbildern gemacht. Jeweils am Morgen früh kämpfte ich mich aus dem Bett und ging an einen Weiher in der Nähe, wo ich bei den ersten Sonnenstrahlen Enten und Reiher fotografierte. Aus diesen Bildern stellte ich mehrere Serien zusammen und brachte sie - voller Stolz - am Kurstag mit, wo ich sie mit Sandra besprach.

Sandra kannte keine Gnade mit meinen Bildern. Weder mit den Blitzbildern welche ihr zu dunkel, zu eintönig und zu langweilig waren, noch mit meinen Entenbildern welche zwar technisch einwandfrei aber langweilig und ohne Aussage daherkamen.

Nach dem Kurstag war ich erst einmal zerstört und demotiviert. Danach löste ich mich von den verdammten Enten und versuchte eine Geschichte vom letzten Jahr in Bilder zu fassen. Dazu bastelte ich mir Figürchen aus Pfeiffenputzern und Papierbällchen und fotografierte eine Art Comic. Das Ganze natürlich nach Rücksprache mit Sandra, damit ich nicht noch einmal von vorne beginnen muss.

Im Mai wird sich dann zeigen, ob diese Arbeit besser ankommt.








Dienstag, 11. Mai 2021

Darktable - Ein würdiger Ersatz für Lightroom?

Während unserer Ausbildung zu glamourösen Fotografen behandelten wir wiederholt das Programm "Lightroom" von Adobe.

Das Programm wird vorwiegend dazu verwendet, Bilder zu sortieren, zu archivieren und kleinere Bearbeitungen direkt  vorzunehmen. Allerdings kostet das Programm schlanke 10.- bis 20.- Franken pro Monat oder einmalig etwas über 100.- Franken für eine abgespeckte Version.

Als begeisterter Open Source - User habe ich mich daher nach einer Alternative umgesehen und diese in "Darktable" gefunden. Darktable bietet ein ähnliches Konzept wie Lightroom, kostet aber nichts und wird dennoch regelmässig verbessert.

Bei meiner ersten Arbeit mit Darktable ist mir ein Unterschied sofort aufgefallen: Darktable erstellt keine Bibliotheken mit meinen Bildern. Ich muss mir selber Ordner und Unterordner erstellen und die Bilder dann entsprechend darin ablegen um kein Durcheinander zu bekommen. Lightroom ordnet die Bilder in Bibliotheken und nimmt mir so diese Arbeit bereits ab.

Sobald wir aber in der Arbeitsmaske sind, ähneln sich die beiden Programme recht stark. Beide bieten eine Übersicht über die ausgewählte Filmrolle mit der Möglichkeit bereits Fotos mit Sternen zu bewerten oder Farben zuzuordnen. Beide haben die Möglichkeit, ein einzelnes Bild anzuwählen und dieses dann genauer zu betrachten, auch wenn die jeweiligen Reiter dazu unterschiedlich benannt sind.

In der Einzelansicht können Bearbeitungen durchgeführt werden wie zum Beispiel das Korrigieren des Weissabgleichs, Anpassungen bei der Farbgebung und so weiter. Hier ist Darktable deutlich weniger Benutzerfreundlich. Als User kämpft man sich teilweise recht lange durch hausgemachte Tutorials die mehr oder weniger präzise auf den Punkt kommen und oft leicht chaotisch aufgebaut sind. Lightroom hat hier natürlich High End Tutorials und Kundenservice und so weiter.

Von den Bearbeitungsmöglichkeiten her sind - für mich als neuer User - beide Programme etwa gleich. Sobald man herausgefunden hat wie, kann man alles mögliche mit seinen Bildern machen, behält dabei jedoch das unveränderte Original als .raw, bis man die geänderte Version aus dem Programm exportiert. Darktable speichert dabei eine Datei mit dem gleichen Namen wie das Bild in den Ordner mit dem Bild. Diese kann man direkt einsehen und mit den nötigen Kenntnissen auch verändern. Das wird von Lightroom nicht angeboten. Die Veränderungen der Bilder sind irgendwo in den Tiefen des Programmes gespeichert und niemand soll daran irgendetwas basteln.

 

Als Fazit kann ich nun folgendes sagen: Lightroom hat eine deutlich benutzerfreundlichere Oberfläche und bietet mehr Unterstützung bei Problemen, verlangt aber auch haufenweise Geld und lässt den User wirklich nur auf der Oberfläche arbeiten.

Darktable dagegen baut auf die Fähigkeiten des Users auf, sich selber zurecht zu finden, bietet genau so viele Funktionen und kostet nichts.

Für mich persönlich ist Darktable das bessere Programm. Ich habe mich inzwischen soweit damit auseinandergesetzt, dass ich nicht mehr ewig im Internet suchen muss und fühle mich sicher. Allerdings benutze ich inzwischen Bildbearbeitungsprogramme für .raw, wenn ich etwas verändern will, damit ich den Schritt des Exportierens umgehen kann. So kann ich alles machen, was ich will und muss nicht in der Hälfte das Programm wechseln.

Mittwoch, 24. März 2021

Rückblick auf den März 2021

Soviel zu "Das Werktagebuch ist hiermit beendet." Eigentlich geht es jetzt erst richtig los denn in diesem März habe ich wahrscheinlich so viele Probleme beim Fotografieren gehabt wie in den letzten zwei Jahren nicht.

Anfangs März war ich ja in dieser Liegenschaft und habe fleissig herumgeblitzt. Letzte Woche habe ich dann Bilder bearbeitet und letzten Samstag war der Kurstag im März. Bis dahin hatte ich nur zwei Bilder fertig und deswegen verzichtete ich auf das Gespräch mit Sabrina, da von mir aus gesehen die ganze Serie fertig sein sollte, damit sie anständig besprochen werden kann.

Bei Gesprächen mit meinen Klassenkameraden am Kurstag selber habe ich dann gehört, dass einige noch kein einziges oder erst ein Bild gemacht haben. Da hätte ich mich schon in den Hintern beissen können, dass ich auf das Gespräch verzichtet habe aber ich war dann auch wieder zu stolz, Sabrina nachträglich doch noch um ein Gespräch zu beten. Nun muss ich halt bis im April warten um meine Bilder besprechen zu können, dann habe ich dafür weniger Zeit bis zum Abgabetermin.

An diesem Kurstag gab es zwei Themenblöcke. In der Theorie am Morgen stellte uns Sabrina einige ihrer Konzepte mit der Bitte vor, ihr die Kunden nicht abzuwerben. Dabei ging es um Wein in Kartons und Mitarbeiterportraits. Wir besprachen die Konzepte, kreierten eigene Ideen und besprachen sie mit Sabrina. Die Konzepte waren für mich relativ weit von dem, was ich in meiner Diplomarbeit am machen bin, entfernt. Meine Diplomarbeit hat aber auch keinen zahlenden Kunden der mit diesen Bildern dann Werbung macht. Dadurch habe ich deutlich mehr Freiheiten in der Gestaltung und der Motivwahl, kann mich aber bei einer Arbeit immer noch nicht festlegen, was ich eigentlich machen will.

Am Nachmittag ging es dann um Licht. Dieses Mal durften wir eine Bohrmaschine in Szene setzen und wir waren zu dritt über mehrere Stunden beschäftigt mit Blitzlichtern positionieren, Reflektoren hinhalten und wieder wegnehmen und Lichtverhältnissen ermitteln bis wir dann ein Bild hatten das wir der Klasse zeigten.

Bei dieser Arbeit wurde mir auch bewusst, warum ich anfangs des Monats zum Teil Probleme mit meinen Systemblitzen hatte. Wenn der Unterschied zwischen den einzelnen Lichtquellen zu gross ist, kann es sein, dass ein Licht auf dem Bild gar nicht mehr sichtbar ist, obwohl der Blitz ausgelöst hat. Das kann an den Einstellungen aber auch am Ladezustand der Batterien liegen. Bei mir war das vor allem beim Systemblitz von Metz das Problem da dieser die Batterien förmlich gefressen hat und dann plötzlich massiv an Leistung verlor. Bei der Arbeit am Kurstag verwendeten wir Studioblitze mit 250 und 500 Watt sowie zwei Tageslichtlampen mit je 150 Watt. Die beiden Tageslichtlampen hätten wir wahrscheinlich auch einfach weglassen können. Den Effekt den wir durch sie erzielten war minim.

 

Nach dem Kurstag startete ich meine zweite "Woche" Ferien. In dieser Zeit kam meine Partnerin mit einem Foto-Auftrag zu mir: Ich sollte Bilder von der schwarzen Katze machen, die seit rund zwei Monaten bei uns wohnt, damit die Katzenrettungsorganisation für welche wir sie aufgenommen haben, eine definitive Familie finden kann. Die Katze war inzwischen zutraulich genug, um fotografiert zu werden und hatte keine Scheu vor der Kamera. Umgekehrt schien das aber ganz anders. Der Autofokus fand im Fell der Katze nicht genug Kontrast zum scharfstellen, der Belichtungsmesser wollte das Bild so hell, dass die Katze fast grau wurde und das Umgebungslicht im Esszimmer unter dem Esstisch war so schlecht, dass ich fast hätte Langzeitbelichtungen machen müssen.




 

 

Schlussendlich legte ich den Autofokus auf die Augen oder einen kleinen, braunen Fleck im Gesicht der Katze, stellte Blende und Zeit manuell ein und jagte die ISO-Werte in Dimensionen welche ich sonst gerne meide.

Bei der Nachbearbeitung der Bilder verminderte ich den Kontrast und je nach Bild entweder die Schatten oder die Spitzlichter wodurch die Details des Felles schnell sichtbar wurden. Bei einigen Bildern entstand ein Grauschleier auf den Bildern was jeweils bedeutete, dass ich mit der Nachbearbeitung etwas übermütig gewesen war. Bei diversen Bildern musste ich auch den Weissabgleich korrigieren da die Wand im Hintergrund blau oder gelb geworden war.

Lustiges Detail: Die Bilder die ich als Werbebilder ausgewählt hatte, wurden von meiner Freundin allesamt abgelehnt. Sie wiederum wählte Bilder die ich nie verwendet hätte. Aber die Kundin ist ja Königin.

 

 

Um mich nicht weiter von meinem Bildschirm täuschen zu lassen, habe ich mir ein fünf Meter langes HDMI-Kabel gekauft und damit den Laptop an den Fernseher angeschlossen. Dort habe ich dann die Bilder bearbeitet und zu .jpg konvertiert bevor ich sie an meine Partnerin geschickt habe die sie dann weiterleitete. Der einzige Nachteil: Im Fernseher werden die Farben viel satter und klarer dargestellt als auf dem Smartphone oder dem Laptop aber immerhin sind sie jetzt nicht mehr zu dunkel.


Am letzten Ferientag gingen meine Partnerin und ich noch ins Kunstmuseum. Dort habe ich über Lichtrichtung und Lichtqualität auf Kupferstichen von Rembrandt philosophiert und mir Werke von Alexej von Jawlensky angesehen.

Wenn ich einmal viel Zeit und Energie übrig habe, möchte ich ein Portrait fotografieren welches ähnlich surreal aussehen soll, wie seine Bilder.

 

"Mädchenkopf" von Alexej van Jawlensky

 



Dienstag, 16. März 2021

Diplomarbeit - Nachbearbeitung der Blitzbilder



 Nachdem ich Anfang März die Blitzbilder gemacht hatte, wollte ich diese bis zur nächsten Lektion am 20.03 bereits bereit und bearbeitet haben, damit mir die Klasse ein Feedback gibt, auf dem ich dann aufbaue. Praktischerweise hatte ich vor der Lektion noch eine Woche Ferien. Unpraktischerweise verreisten meine Freundin und ich für eine Woche in die Berge. Woanders kann man ja nicht hin.

 

 

Diese Ferien sind längst überfällig nach dem turbulenten letzten Jahr mit allerlei Höhen und Tiefen. Deshalb habe ich mich entschieden, den Laptop mitzunehmen aber nur am Morgen, wenn die Freundin noch schläft oder bei schlechtem Wetter, wenn eh alle an ihren Mobiltelefonen sind an meinen Bildern zu arbeiten.

Am ersten Tag ging das auch ganz gut. Ich war der erste der wach war, schloss meinen Laptop an, machte ein Bild fertig und fing das zweite an.

Am zweiten Tag machte ich, wieder am Morgen, das zweite Bild fertig und begann mit dem dritten.

Am dritten Tag schlief ich bis in den späten Morgen und seither finde ich die Motivation nicht mehr so richtig, mich weiter mit der Nachbearbeitung auseinander zu setzen. Dafür mache ich viele Bilder von unseren Ferien. Hier oben schneit es oder es windet oder es hat Nebel - oder alles zusammen. Damit ich bei diesen Bedingungen schön weisse Fotos bekomme, muss ich fast im manuellen Programm arbeiten und mit Belichtungsmessung und Weissabgleich kämpfen. Auch der Autofokus kommt hier gerne an seine Grenzen oder konzentriert sich auf irgend eine Schneeflocke weit vor dem Motiv. Allerdings stelle  ich den Fokus immer noch nicht gerne von Hand ein.

Während einer Spielerei mit der Kamera habe ich aus Jux und Tollerei das integrierte Nachbearbeitungsprogramm ausprobiert. Das war gar nicht einmal so schlecht. Plötzlich war der Schnee so weiss, wie ich mir das gewünscht hatte und die Schneeflocken vor dem dunkeln Motiv scharf. Allerdings spuckt die Kamera dann ein .jpg aus, welches ich nicht sauber nachbearbeiten kann. Meine Versuche, die Arbeit der Kamera mit Darktable oder GIMP zu imitieren sind bisher gescheitert. Ich glaube, die Kamera hat etwas am Weissabgleich und an der Belichtungszeit geändert aber ich habe noch nicht herausgefunden, was es genau war.

 

 

Wie dem auch sei. Bis zum Ende der Woche sollte ich meine fünf Bilder bereit haben. Das eine, an dem ich noch arbeite, ist wahrscheinlich das schwerste von allen, da ich mehrere Bilder übereinanderlegen und den Systemblitz, der in jedem Bild eine andere Position hat, jeweils herausschneiden will. Das Motiv habe ich von drei Seiten belichtet und vier Bilder gemacht.

Anfangs wollte ich nur gerade den Blitz herausnehmen. Dass führte dann zu komischen, dunkeln Quadraten im Bild. Jetzt versuche ich, den gesamten Boden auf dem der Blitz stand zu ersetzen, damit man das Licht nur noch an der Wand sieht.

Bei meinem ersten Bild hatte ich ein symmetrisches Motiv bei dem ich zwei Blitze eingesetzt hatte, dort habe ich gelernt, dass es viel schwieriger ist, die verschiedenen Teile des zusammengesetzten Bildes zu erkennen, wenn die Achse nicht in der Mitte verläuft und keinen geraden Linien und schon gar keinen Kreisen oder komplexen Figuren folgt.

Selbstverständlich habe ich alle Bilder mit Stativ gemacht. Ein Zusammensetzen wäre sonst mit meinen Fähigkeiten komplett unmöglich.

Nun habe ich gerade ein Bild von meiner Freundin erhalten auf dem sie - dick eingepackt mit Maske und Skibrille, sich mit einer Figur aus dem Videospiel "Among Us" vergleicht. Ich denke ich mache da eine kleine Fotomontage. Das bringt mich zwar meiner Abschlussarbeit nicht näher, soll mir aber als Training dienen.

 

 

Among Ale




Montag, 8. März 2021

Operation "Barry Allen"

Barry Allen ist ein Mann mit einem roten Kostüm auf dem ein gelber Blitz aufgedruckt ist. Er ist besser bekannt als "The Flash". Soviel zur Namensgebung dieser Operation.

 

Im Zuge der Diplomarbeit erhielt ich die Gelegenheit, in ein leerstehendes Haus zu gehen und dort Fotos zu machen. Erwartet hatte ich eine baufällige Barracke, vorgefunden habe ich eine charmante Villa mit vielen verschiedenen Elementen. Der Keller war in kleinere Zimmer unterteilt in welchen zum Teil roter Spannteppich verlegt worden war. Das Erdgeschoss bestand aus grossen Sälen mit grossen Fenstern und einer offenen Küche. Im ersten Obergeschoss waren die Zimmer lichtdurchflutet und in einem eher älteren Stil gehalten während im zweiten Obergeschoss eine komplette und sehr moderne Wohnung aufgebaut worden war.

Für meine fünf Blitzbilder durfte ich für ein langes Wochenende den Schlüssel zur Liegenschaft haben.



Am ersten Tag brachte ich meine ganze Ausrüstung in die Liegenschaft und versuchte, die schönsten Elemente im Erdgeschoss einzufangen. Dabei setzte ich den Fokus auf verschiedene Elemente der Wohnung wie Türen, den Ofen und der Treppe. Da ich mit der 50mm Festbrennweite arbeiten wollte, war der Ausschnitt auf den Bildern immer sehr eng und für Übersichtsaufnahmen musste ich jeweils eine grosse Distanz zum Motiv einnehmen. Notiz an mich selbst: Für Innenarchitektur höchstens eine Brennweite von 30mm oder weniger verwenden.

Als ich das Erdgeschoss aus verschiedensten Winkeln aufgenommen hatte, ging ich in den ersten Stock. Der Nachmittag war bereits weit fortgeschritten und so war es trotz der grossen Fenster schon wieder möglich, mit Blitz zu arbeiten. Allerdings waren meine Batterien und die  der Blitze langsam am Ende und so packte ich meine Kamera ein und ging nach Hause.

 

 

Am zweiten Tag war ich bereits am Vormittag da. Die Sonne stand noch relativ flach und tauchte die Räume in goldenes Licht, war jedoch so hell, dass meine Blitze völlig machtlos waren und so ging ich in den Keller. Dort arbeitete ich mit verschiedenen Farbfolien auf den Blitzen. Meine Idee war, einen Raum in einer Farbe erstrahlen zu lassen während man in einen zweiten Raum sieht welcher in einer anderen Farbe leuchtet. Ich versuchte verschiedenste Varianten, Winkel und Räume aber der Erfolg blieb immer nur mässig. Am Ende stellte ich mich selbst vor die Kamera und löste via Mobiltelefon aus. Dabei war ein Blitz auf der Kamera montiert und blitzte mich mit orangem Licht an, während ein zweiter Blitz hinter mir am Boden stand und den Raum blau ausleuchtete. Diese Bilder wurden überraschend gut und lagen auch voll in der Stärke der Festbrennweite. Die Arbeit mit starken Blitzen bei wenig Licht frass meine vier Batterien Sets regelrecht auf und so ging ich bereits nach kurzer Zeit wieder nach Hause.

Am dritten Tag packte ich meine Freundin ins Handgepäck. Motiviert von den Ergebnissen des Vortags wollte ich mich nun mehr auf Portraits respektive Bilder mit einer Person konzentrieren anstatt auf Details des Hauses. Auch am dritten Tag stand die Sonne am Himmel und tauchte die Räume in helles Licht und so schlossen wir die Fensterläden und machten die Säle im Erdgeschoss dunkel. Emsig stellten wir Stative und Blitze in die Räume und experimentierten mit Winkeln, Helligkeit und Posen. Die Schwierigkeit war nun folgende: Sobald sich das Modell etwas bewegt, den Kopf anders schräg legt oder schon nur das Gewicht auf den anderen Fuss verlagert, hat der Fotograf ein neues Bild auf das der Aufbau mit Blitz und Kamera nicht mehr passt. Folglich kann man entweder das Modell anweisen, sich wieder anders hinzustellen oder man baut die ganze Einrichtung um. Wir hatten diverse Settings welche nicht oder nicht so funktionierten, wie wir uns das vorgestellt hatten während andere überraschend gut gelangen. Auch hier wurden vorwiegend Portraits gemacht, da das Modell bei Ganzkörperbildern schnell klein und nebensächlich wirkte. Ein Fehler meinerseits sicher auch, dass ich immer noch möglichst viel vom Haus auf den Bildern wollte.

 

Gearbeitet habe ich während der ganzen Zeit mit meiner Nikon D750, zwei Stativen wobei eines für die Kamera und eines bei Bedarf für einen Blitz gedacht war, zwei Systemblitzen mit je einem Standfuss, verschiedenen Farbfolien und einem Pol-Filter um den Glanz von Fenstern und Plättchen zu mindern. Manchmal hätte ich mir ein anderes Objektiv oder mehr Blitze gewünscht, aber mit diesem Material konnte ich schon relativ viel machen. Heute habe ich rund vierhundert Bilder für den Leistungsnachweis 2. Das ist für drei Tage eigentlich sehr wenig aber die ganzen Einstellungen und das Positionieren von Kamera und Blitz nahmen sehr viel Zeit in Anspruch.

Abschliessend war die Operation "Barry Allen" ein Erfolg. Nun muss ich den Schlüssel zur Villa wieder abgeben und mich aufs Auswählen und Nachbearbeiten der Bilder konzentrieren.

 

 


Donnerstag, 25. Februar 2021

Diplomarbeit - Stand Ende Februar

 Arbeit 1:

Ich habe noch immer keine Ahnung, worüber ich die Arbeit machen soll.

Schlossruinen in Baselland wäre eine Möglichkeit, Tiere der Grün 80 eine andere, Frühlingswiesen oder Blumen im Frühling wären eine andere. Allerdings bin ich im Moment sehr mit den anderen zwei Arbeiten beschäftigt welche überraschend schnell vorwärts gingen.



Arbeit 2:

Für die Blitzarbeit habe ich Folien gekauft und bin über Kontakte von der Arbeit an eine Liegenschaftsbesitzerin gekommen deren Haus leer steht. Ich muss heute (25.02.2021) oder morgen bei einem Architekturbüro vorbei und den Schlüssel holen. Nächste Woche mache ich dann die Aufnahmen und hoffe, dass Stativ und Blitz bis dann geliefert wurden.



Arbeit 4

Das Gedicht "Paris at night" von Jacques Prévert wurde ausgewählt und gibt die fünf Bilder schon relativ genau vor. In meinem Kopf zumindest. Meine Freundin ist nun auch mein Modell und meine Assistentin und wir haben bereits erste Bilder geschossen. Die Bilder werden Low-Key-Kompositionen mit unterschiedlichen Mengen an Streichhölzern und ihrem Gesicht. Als Hintergrund habe ich schwarzes Moosgummi an die Wand geklebt. In den schwarzen Bereichen des Bildes will ich dann den Text des Gedichts oder ein einzelnes Schlagwort einfügen. Dazu setze ich das Portrait bereits von Anfang an etwas gegen den Rand des Bildes, etwa in der Mitte halte ich ein Streichholz vor die Kamera und den Rest lasse ich möglichst schwarz für den Text.

Laut dem Gedicht wird mit dem ersten Streichholz das ganze Gesicht beleuchtet. Das ist machbar. Mit dem zweiten Streichholz werden die Augen beleuchtet. Hier wirkt das gebündelte Licht etwas wie eine Skimaske. Ich muss noch schauen, wie ich das Hauptlicht auf die Augen bekomme, ohne den Rest des Gesichts zu vernachlässigen.


 

Morticias beleuchtete Augen...

 

Mit dem dritten Streichholz wird dann die Mundpartie beleuchtet. Dabei stellen sich ähnliche Probleme wie bei der Augenpartie.

Das erste und das letzte Bild sind dann jeweils Streichhölzer. Im ersten neue und im letzten verbrannte, noch rauchende. Das lässt sich gut mit dem Gedicht vereinbaren und gibt mir schlussendlich fünf Bilder. Sämtliches Licht in den Bildern wird wohl Kunstlicht oder Feuer sein.

 








Diplomarbeit - Die Anfänge

Für die Diplomarbeit müssen wir fünf Elemente abgeben. Da wären einerseits die Bildanalyse (Arbeit 3) vor Ort als schriftlicher Teil, das Lerntagebuch (Arbeit 5) welches ich nun schon zur Genüge beschrieben habe und drei praktische Arbeiten:

Arbeit 1

Realisation Praxisarbeit zu einem der folgenden Themen:

Portrait, Reportage, Landschaft, Städte, Street

5-10 Bilder, Serie,

Bis jetzt habe ich noch keine konkrete Idee.


Arbeit 2

Fotografieren mit Blitz, aufzeigen, dass man den Blitz auf verschiedene Arten und zu verschiedenen Zwecken einsetzen kann.

5 Bilder, keine Serie

Abandoned


Arbeit 4

Thematische Praxisarbeit zu einem frei wählbaren Thema.

5-15 Bilder, Serie

Fotopoesie

 

Für die Arbeiten 2 und 4 sind die Pläne schon relativ konkret. Bei der Arbeit 2 versuche ich mir eine leerstehende Liegenschaft oder ein verfallendes Gebäude zu organisieren und dieses von innen mit Blitz in Szene zu setzen. Dabei habe ich an Aufhellblitze, Langzeitbelichtungen mit Blitz, verschiedene Räume mit verschiedenen Farben, starken Lichtunterschieden, allenfalls Low- / Highkey und dergleichen gedacht. Dafür habe ich mir bereits tonnenweise Moosgummi besorgt um mein Licht korrekt richten zu können und organisiere mir einen zweiten Blitz und ein zweites Stativ für mehr Flexibilität.

Bei der Arbeit 4 nehme ich ein Gedicht vom Lieblingspoeten meiner Freundin und mache dazu eine Serie. Zur Zeit sind zwei Poeten und etwa fünf Gedichte in der näheren Auswahl. Sobald das Gedicht feststeht, kann ich mehr dazu sagen, wie ich die Arbeit umsetzen will.

Zur Arbeit 1 fehlen mir im Moment die Ideen. Irgendwie ist meine sonst völlig wild arbeitende Kreativität etwas gehemmt aber ich bin sicher in einem ruhigen Moment kommt die Glanzidee schon noch.


Samstag, 16. Januar 2021

Konzepte

Am 29. Kurstag erklärte uns Sandra, dass das Werktagebuch nun soweit abgeschlossen sei. Man müsse die weiteren Kurstage nicht mehr dokumentieren. Dafür könne man es nun noch mit eigenen Erkenntnissen, Ideen und den Konzepten für die Diplomarbeit ergänzen. Dementsprechend werde ich meine Konzepte direkt hier erarbeiten. Die Ideen für diese Konzepte habe ich bereits in einem vorherigen Blog aufgelistet. Es kamen noch einige Ideen dazu während ich andere weiterentwickelt und abgeändert habe.

 

Fotopoesie, Poetografie,

Thema, Genre,

Kunst, Poesie, Gedichte

 Art der Darstellung

1. Langzeitbelichtungen mit Sternenhimmel, Wald, allenfalls Nebelschleier, Landschaftsbilder, mit dem entsprechenden Vers / Strophe auf dem Bild, klein und ans Bild angepasst oder gross über das gesamte Bild.

2. Lachende, tanzende Menschen / Kinder, Bewegung im Bild, Bewegungsunschärfe, Tiere

Wirkung der Bilder

Zieht den Betrachter in seinen Bann, führt ihn durch das Gedicht, verstärkt die Wirkung des Gedichts, Erzählt das Gedicht mit, Spielt mit dem Gedicht

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder, je nach Gedicht

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Die jeweilige Strophe beschreibt das Bild.

Art der Nachbearbeitung

Korrektur kleinerer Bildfehler / Flecken, Einfügen des Textes via GIMP,  Textfarbe / Schriftart ans Bild anpassen.

Art der Präsentation

Ausdruck A4 mit weissem Rahmen um jedes Bild damit jedes Bild als eigene Kreation wahrgenommen wird, Comic - Effekt,

 

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm, Blende variabel wobei wahrscheinlich eher offen


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Allenfalls Aufhellblitz, Softbox, allenfalls Pol-Filter


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Bei Variante 2 eine Kinderschar welche spielt und lacht, Betreuer für die Kinder,


• Ort der Umsetzung

Muttenz und Umgebung


• Ev. Tageszeit

Variante 1 eher Abend / Nacht, 

Variante 2 Tagsüber, sonniges, helles Wetter, leichte Bewölkung für weicheres Licht


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

 Bis Ende Januar: Wahl des Gedichtes, Anpassung des Konzepts an das Gedicht

Bis Mitte Februar: Organisation der Modelle / Örtlichkeiten, Material

Bis Mitte März, Aufnehmen der Bilder, Besprechung (20.03) und erneute Aufnahme falls nötig

Bis Ende April: Bearbeiten der Bilder und Besprechung der Resultate (08.05) , allenfalls Anpassungen vornehmen

Bis Ende Mai, Arbeit abgabefertig machen


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

 -



Urban Solitude

Thema, Genre,

Architektur, Zusammenleben, Einsamkeit, Leere, Soziales,

Art der Darstellung,

Variante 1: Blickwinkel auf eine einsame Person in der leeren Stadt, Darstellung der Grösse der Stadt und der Kleinheit der Person,

Variante 2: Blick auf die Stadt aus der Sicht der Person, leere Stadt,

Wirkung der Bilder

Aufzeigen, dass auch in einer vermeintlich leeren Stadt noch Menschen leben, Menschen ohne Zuhause existieren, ...

Umfang, Anzahl Bilder,

7 - 10 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

-

Art der Nachbearbeitung

Anpassung der Helligkeit und des Weissabgleichs damit alle Bilder den gleichen Farbstich haben

Art der Präsentation

A4 Ausdrucke ohne Rahmen, das Bild geht in die Umgebung über in der es dargestellt wird und macht dem Betrachter die Realität der Situation bewusst.

 

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm, eher geschlossene Blende für viel Tiefenschärfe die dem Betrachter die ganze Szene klar erkennbar aufzeigt, Arbeit mit Stativ

 
• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Stativ, kein oder wenig Blitz, allenfalls Pol-Filter


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Randständige oder psychisch angeschlagene Person


• Ort der Umsetzung

Basel, Stadtgebiet


• Ev. Tageszeit

Abend / Nacht, damit keine Unbeteiligten auf den Bildern sind


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Vorzugsweise während einem Lockdowns

Bis Ende Januar: definieren der Version und finden des Modelles,

Bis 28 Februar: Aufnahme der Bilder,

Bis Mitte März: Zusammenstellen der Serie

20.03 Besprechung

Bis Mitte April: Anpassen der Serie an die Erkenntnisse der Besprechung

17.04 Neubesprechung

Danach Anpassung, Druck 


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Allenfalls Ausgansschein für mich und das Modell sowie einen Helfer





 


Abandoned - Verlassen

Thema, Genre,

Architektur, Zerfall, Landschaft

Art der Darstellung,

Landschaftsbilder mit dem Fokus auf ein vorzugsweise freistehendes, offensichtlich zerfallendes Gebäude

Wirkung der Bilder

Kombinieren das Schöne der Landschaft mit dem Zerfall des Gebäudes, zeigen wie sich das Gebäude in die Landschaft einfügt oder aus ihr heraussticht

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Das Objekt befindet sich vorzugsweise in der Bildmitte, darunter ein Drittel Vordergrund und darüber ein Drittel Hintergrund / blauer Himmel möglichst ohne Wolken.


Art der NachbearbeitungArt der Präsentation

Vereinheitlichung des Himmels mittels GIMP wenn nötig, Entfernen der Hilfsperson und des Blitzes, Ausdruck A4 ohne Rahmen,

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

evtl. Drohnenaufnahme des Gebäudes, 24mm, einheitliche Zeit (muss ausprobiert werden), allenfalls Pol Filter


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Allenfalls Aufhellblitz, dann aber keine Drohne, HDR?


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Helfer für die Verschiebung des Blitzes und allenfalls zum Finden der Objekte


• Ort der Umsetzung

Muss abgeklärt werden


• Ev. Tageszeit

Früh am Morgen oder spät am Abend, wenn die Sonne möglichst flach auf das Objekt auftrifft


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Vorzugsweise Frühling, anfangs Sommer, damit die Natur um das Gebäude auch etwas hergibt.


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Wem gehört das Objekt, darf man das Grundstück fotografieren und betreten?


 


 


Urban Explorer

Thema, Genre,

Architektur, Zerfall, Raum, Kunst, Blitz

Art der Darstellung,

Bilder vom Innenleben von Orten welche nur schwer zugänglich sind und die selten besucht werden.

Wirkung der Bilder

Zeigen, wie Räume ohne menschliches Zutun altern und zerfallen, zudem soll die Fähigkeit des Fotografen mit Blitz umzugehen offensichtlich werden.

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Der Raum wird ausschliesslich mit Blitz erhellt. Dabei kommen mehrere Blitze, Farben, Aufnahmezeiten usw. zum Einsatz damit jedes Motiv möglichst individuell dargestellt wird.


Art der NachbearbeitungArt der Präsentation

Möglichst wenig Nachbearbeitung

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm Brennweite, verschiedene Blitze, Farben usw.


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

Allenfalls Aufhellblitz, dann aber keine Drohne, HDR?


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Helfer für die Verschiebung des Blitzes und allenfalls zum Finden der Objekte


• Ort der Umsetzung

Muss abgeklärt werden


• Ev. Tageszeit

Spielt keine Rolle da fast ausschliesslich Kunstlicht zum Einsatz kommen soll.


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Bis Mitte Februar: Finden der Räume / Motive

Bis Ende März, Aufnahmen machen

17.04. Besprechung der Aufnahmen

Bis Anfang Mai: Wiederholen / Anpassen der Bilder

08.05. Erneute Besprechung

Danach letzte Anpassungen vornehmen und drucken. 

 
• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Wem gehört das Objekt, darf man das Grundstück betreten und fotografieren?






Hiking

Thema, Genre,

Landschaft, Natur

Art der Darstellung,

Landschaftsbilder welche während Wanderungen aufgenommen wurden und die die Schönheit der angetroffenen Natur wiedergeben

Wirkung der Bilder

Die Bilder entführen den Betrachter in eine idyllische Welt voller Bäume, Berge und Bären.

Umfang, Anzahl Bilder,

5 - 8 Bilder

eventuell eine genauer Beschrieb der einzelnen Fotos die gemacht werden solle

Die Landschaftsbilder sind jeweils einzigartig, sollten aber von Tageszeit und Stimmung möglichst ähnlich sein.


Art der NachbearbeitungArt der Präsentation

Vereinheitlichung der Stimmung mittles GIMP, auf jedem Bild wird nachträglich ein kleiner Bär eingefügt,

• Kamera-Technik, welche Blende, Zeit, Brennweiten etc

50mm, Pol Filter, Stativ


• Ev. Weitere zusätzliche Technik, Licht etc

-


• Mögliche Models, andere Involvierte, Helfer

Höchstens ein wilder Mitwanderer


• Ort der Umsetzung

Muss abgeklärt werden


• Ev. Tageszeit

Morgens / Abends


• Zeitrahmen, ev. Zeitliche Beschränkungen

Frühling, anfangs Sommer


• Organisatorische Abklärungen, Bewilligungen etc.

Routen, Aussichtspunkte,...

 

 

 
 
Soeben ging ich mit Sandra die verschiedenen Konzepte durch. Sie gab mir das Feedback, dass die Idee mit dem Lockdown wahrscheinlich schwierig werde, da professionelle Fotografen Wochen oder Monate brauchen um eine Person zu portraitieren und ihre Situation dar zu stellen.

Das Konzept mit den verlassenen Gebäuden würde sie nicht mit der Drohne machen, da dies den Effekt des Gebäudes je nach dem verändern oder vernichten könnte. Zudem soll ich bedenken, wie ich diese Objekte finden kann. Meine Idee bisher war, meine Verwandten und Bekannten zu fragen und die paar die ich selber kenne abzulichten.

Das letzte Konzept war Sandra viel zu wenig konkret. Hier muss ich noch eingrenzen was ich genau auf meinen Bildern will.

Ich werde die Konzepte "Solitude" und "Hike" noch einmal überarbeiten und bei den anderen Konzepten mit der Arbeit anfangen.

Kurstag 28


Diplomarbeit

Der letzte Kurstag vom Aufbaumodul begann mit einem kurzen Ausblick auf die Diplomarbeit. Wir wurden von Sandra aufgefordert, uns verschiedene Projekte zu überlegen, welche für uns als Diplomarbeit in Frage kämen. Diese sollten wir dann am 16. Januar, dem ersten Tag vom Abschlussmodul, vorstellen. Sandra riet uns, die Projekte bereits möglichst klar zu definieren, damit wir ein möglichst klares Ziel vor Augen hätten mit dem wir dann direkt die Diplomarbeit anfangen könnten. Zudem sollten wir darauf achten, dass unsere Ziele auch umsetzbar seien. Letztes Jahr hätten Kursteilnehmer Projekte in der Stadt machen wollen, die dann durch den Lockdown verunmöglicht wurden.

Für mich ist das ganze noch arg schwierig, da ich keine Ahnung habe wie man ein solches Projekt schreibt und worauf man achten muss. Ich habe einige Ideen bereits im vorherigen Blog aufgeschrieben und bin natürlich weiterhin daran, Ideen zu sammeln aber es ist alles noch wage und undefiniert. Sandra wird uns wohl am 16. dann sagen was wir zu tun haben.


Bildbesprechung

Während der letzten Lektion mit Sandra haben wir die Actionfotos bei denen wir Objekte in ein Wasserglas fallen gelassen haben, gemacht. Diese besprachen wir nun.

Ein Punkt war, dass Wasser auf dem Tisch / Untergrund lag, sobald der erste Gegenstand ins Wasser gefallen war. Sandra riet uns, eine Klarsichtfolie auf den Untergrund zu legen. Dadurch hätte man von Anfang an einen glänzenden Untergrund, Papier würde nicht aufgeweicht oder die Farbe verändern und es wäre einfach zu reinigen. Man müsse aber dennoch die Bereitschaft mitbringen eine Schweinerei zu veranstalten und diese dann auch zu putzen. Nur so wäre man ungehemmt genug, um ein gutes Foto zu machen.

Anscheinend waren wir ungehemmt gewesen denn die meisten Kursteilnehmer, mich eingeschlossen, hatten mindestens ein gutes Foto. Viele hatten sogar ein sehr gutes Bild.

Als Nagel aus der Lektion nehme ich verschiedenes mit:

Die Oberfläche des fallenden Gegenstandes muss eine Struktur haben. Während dem Einkaufen vor der Lektion stach mir eine Schachtel mit gefärbten Eiern ins Auge. Diese hatten eine Art Batikmuster auf der Schale. Ich kaufte die Schachtel mit entsprechend grossen Erwartungen und war dann etwas enttäuscht, als die flache Schale mit dem farbigen Muster nicht so recht zur Geltung kam. Ganz im Gegensatz zu der unebenen aber einfarbigen Schale der Litschi meiner Tischnachbarin. Diese kam zur Geltung und war deutlich spannender anzusehen.

Zudem muss bei dieser Übung der manuelle Fokus eingeschaltet sein. Der Autofokus ist da zu langsam. Das Motiv fällt ja ins Bild hinein und bildet eine eigene Schärfenebene. Die Kamera bereitet die Aufnahme des Bildes aber bereits Sekunden vorher vor und löst dann aus, ohne dem neu aufgetauchten Motiv weiter Beachtung zu schenken. Dadurch ist entweder der Voder- oder der Hintergrund scharf, nicht aber das Motiv.

Die Bildbesprechung ging dann noch einen Moment weiter und es kamen noch viele gute Ideen, welche ich mir natürlich aufgeschrieben habe und welche durchaus spannend wären. Da die Aufgabe aber relativ schnell gut gelöst werden konnte, werde ich mich eher jenen widmen die mir mehr Mühe bereitet hatten.


Makrofotografie

Nach der Bildbesprechung ging es mit dem Thema des Tages weiter. Dieses war die Makrofotografie.

In meinem grandiosen Fotografie-Inventar befindet sich leider kein Markoobjektiv und ganz ehrlich, ich werde mir wohl auch keines kaufen bis nicht ein entsprechend grosser Auftrag kommt, der mit einem solchen Objektiv bestritten werden muss.

Im Internet habe ich mich vorgängig etwas umgesehen. Makroobjektive sind bereits ab einigen hundert Franken erhältlich und können in verschiedenen Brennweiten gekauft werden. Ihr Vorteil ist die geringe Naheinstellgrenzen die dem Fotografen erlaubt, nahe an das Motiv heran zu gehen und grössere Abbildungsmasstäbe zu erreichen. Ein Nachteil ist aber der Autofokus welcher aufgrund des grösseren Verstellbereiches deutlich langsamer arbeitet als in herkömmlichen Objektiven.

Makroobjektive sind zudem oft gross und schwer.

Für mich müssen Objektive leicht und schnell sein. Ich will die Kamera aus der Tasche nehmen und unvermittelt Bilder aufnehmen. Ein langsames und schweres Objektiv belastet das Gesamtgewicht meiner Ausrüstung unnötig und ist am Ende nicht zielführend. Dies waren am Ende meiner Suche die Gründe, warum ich kein Makroobjektiv kaufen wollte.

Sandra hat uns am vorletzten Kurstag, also einen Kurstag bevor wir die Makrofotografie behandelt haben, gesagt, dass zur Not auch eine Festbrennweite mit geringer Naheinstellgrenze funktionieren würde. Ich ging darauf hin in mich und suchte nach meinem 35mm Objektiv, welches ich mir zu Beginn des Kurses gekauft hatte und bemerkte, was für ein unglaublich ungebildeter Mensch ich bin.

 

Exkurs Objektive / Kleinbild und Vollformat

Der Sensor einer Kamera bestimmt die Auflösung des aufgenommenen Bildes. Je grösser der Sensor, desto höher die Auflösung und desto "schwerer" das Bild als Datei.

Als ich den CAS-Lehrgang begann, verwendete ich die Nikon D3100 meiner Freundin. Das ist eine sehr kleine, kompakte Kamera mit einem Kleinbildsensor und einem F-Bajonett. Nach dem Grundmodul kaufte ich mir eine Nikon D750. Das ist eine deutlich grössere und schwerere Kamera mit einem Vollbildsensor und einem F-Bajonett.

Da nun beide Kameras ein F-Bajonett haben, kann ich alle meine Objektive auf beiden Kameras verwenden. Da aber die Sensoren unterschiedlich gross sind, haben die Objektive je nach Kamera andere Brennweiten. Das wurde mir einmal so erklärt:

Je kleiner der Sensor ist, desto steiler muss das Licht durch das Objektiv einfallen um noch verwendet zu werden. Sprich je kleiner der Sensor desto frontaler muss das aufgenommene Motiv sein. Montiert man nun beide Kameras gleich weit weg vom Motiv und verwendet die gleichen Einstellungen und das gleiche Objektiv wird der kleinere Sensor logischerweise auch einen kleineren Bildausschnitt abbilden.

Damals habe ich verstanden, dass der kleinere Sensor sich so verhält als wäre die Brennweite etwa 20% grösser als jene der Vollformatkamera. Aufgrund dieser Rechnung habe ich mir damals ein 35mm Objektiv für meine Kleinbildkamera gekauft. Dann rannte ich durch die Welt und erzählte jedem der es hören wollte oder der nicht schnell genug weggerannt ist, ich hätte zwar ein 35mm Objektiv auf meiner Kamera, da diese aber einen Kleinbildsensor habe, hätte ich ungefähr den gleichen Bildausschnitt wie mit einem 50mm Objektiv...

Als ich mich nun auf die Makrofotografie vorbereitet habe, holte ich meine Festbrennweite hervor und wollte, mit meinem Normalobjektiv, die Makroaufnahmen machen. Dabei stellte ich aber völlig überrascht fest, dass die 35mm Brennweite ein kleines "DX" im Namen trägt und somit auf den Kleinbildsensor ausgerichtet ist. Ich rannte also mit meinem Weitwinkelobjektiv durch die Welt und machte Weitwinkelbilder im Glauben ich hätte das Prinzip begriffen.

Würde ich dieses Objektiv nun auf der Vollbildkamera verwenden, würde sie automatisch nur einen Teil des Sensors verwenden, da das Objektiv nicht genügend Licht einlässt um den ganzen Sensor ausreichend zu belichten. Ich würde also weiterhin das 35mm Objekiv als genau das verwenden. Würde ich die Funktion mit dem automatischen Umschalten ausschalten, hätte ich weiterhin keine Normalbrennweite sondern ein noch grösseres Weitwinkelobjektiv mit wahrscheinlich relativ schlechten Eigenschaften an den Bildrändern.

Merke für die Zukunft:

Da alle Objektive mit F-Bajonett auf alle Kameras mit demselben passen, müssen die in Zukunft gekauften Objektive alle auf Vollformat ausgelegt sein. So kann ich sie mit einer höheren Brennweite auf der kleinen Kamera verwenden ohne Qualität zu verlieren.

Exkurs beendet

 

Da ich nun die Festbrennweite nicht für meine Makrofotografie verwenden wollte, versuchte ich mich mit meinem normalen Zoomobjektiv. Dies hat eine Naheinstellgrenze von etwa einem halben Meter und liefert eher schwache Resultate, wenn ich näher ans Motiv herangehe. Ich versuchte das mit Zoom und Blende so gut als möglich zu kaschieren aber es kommt nicht an die Leistung eines Makroobjektives heran.

Meine Idee war, die Schlümpfe durch einen Dschungel gehen zu lassen in dem der Tiger lauert. Dazu habe ich meinen Lavendel genommen und als erstes versucht, die Schlümpfe durch den Topf gehen zu lassen. Das wirkte übermässig flach. Danach habe ich vom Lavendel abgeschnitten und die Stängel mit den Blättern auf grünes Seidenpapier gelegt.


 

 

Während dem Kurstag gab mir Sandra den Hinweis, dass ich zu wenig Vorder- und Hintergrund habe. Dadurch würden die Bilder flach wirken. Ich ging dann in den nächsten Blumenladen und kaufte dort "Steckschaum". Das ist diese grüne Masse in welche man Blumen stecken kann. In diese habe ich dann meine Lavendelstängel gesteckt und so einen halbwegs akzeptablen Dschungel bekommen.

Nach dem Kurstag ist mir aufgefallen, dass unsere Vorbilder jeweils kleine Figuren auf normalgrossen Objekten aufgestellt hatten. Dadurch wurde die Grösse der Figuren erst ersichtlich. Da das bei meinem Lavendel nicht der Fall war, habe ich mir ein neues Konzept überlegt und den Wald dann aus Besteck gemacht welches ich durch grünes Seidenpapier in den Steckschaum gesteckt habe.

Der Effekt war ok. Ein Problem ist, dass der Hintergrund weiterhin grün sein muss, damit man den Waldeffekt hat, im Vordergrund aber nichts grün ist. Eigentlich müsste der Hintergrund nun edelstahlfarben sein.

Ein Problem blieb nach wie vor die Unterteilung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund. Ich hatte fast zu wenig Steckschaum und Besteck um meinen Wald gross genug zu machen.

Nach diversen Versuchen mit Licht und Anordnung habe ich schliesslich den Wald um 90° gedreht. Dadurch Verschwand die Lichtung in der Mitte und der Wald wurde tiefer. Die Kamera kam dann etwas weiter weg und ich arbeitete mehr mit Zoom. So gelang mir schlussendlich eine für mich zufriedenstellende Aufnahme.