Der dritte Kurstag begann mit dem langersehnten Thema "Werktagebuch". Nun endlich erfuhren wir, wie wir dieses Thema behandeln sollten, welches uns für die nächsten drei Jahre begleiten und am Ende bewertet werden würde. Ich habe mich spontan für einen Blog entschieden, da dieser von überall her zugänglich ist, sicher abgespeichert wird und doch etwas Platz für Gestaltung lässt. Leider musste ich feststellen, dass die meisten Anbieter für Blogs entweder nur limitierten Speicherplatz zur Verfügung stellen oder für ihre Dienste horrende Summen verlangen. Die Blogplattform von Google bietet da einen Kompromiss. Sie lässt sich bedingt gestalten, hat aber genug Platz für Text und Bilder. Wenn ich mich regelmässig damit auseinandersetze, wird es wohl möglich sein, auch diese Plattform ansprechend zu gestalten.
Meine Idee von diesem Werktagebuch ist, dass ich nebst den Kurstagen noch Bilder von Shootings und Übungen einbringe oder Geräte und Techniken vorstelle welche mich interessieren. Zwangsläufig wird da ein mindestens ein Bericht über Drohnen dabei sein aber sicher auch diverse andere Dinge.
Das Manuelle Belichtungsprogramm
Nach dem Werktagebuch beschäftigten wir uns mit dem Manuellen Belichtungsprogramm. Das ist das krasseste Gegenteil zur Vollautomatik welches die Kamera zu bieten hat. Der Fotograf darf frei über Blende, Verschlusszeit und bei korrekter Einstellung sogar über die Lichtempfindlichkeit verfügen. Er geniesst die volle Freiheit aber nicht ohne das die Kamera ihre Meinung dazu abgibt, zum Beispiel in Form der Belichtungsmessung. Die ganz wilden Fotografen setzen dann noch den Fokus auf Manuell. Der Nachteil daran, all diese Werte einstellen zu können ist die Tatsache, dass man all diese Werte einstellen muss. Durch das ewige Drehen an Rädchen und drücken an Knöpfen verliert man Zeit in welcher das Modell wartet oder das Motiv davonfliegt.
Wo sollte man dann aber das Manuelle Belichtungsprogramm verwenden? Im Studio ist dieses Programm Pflicht, da die Studioblitze nicht in die Messsystem der Kamera integriert werden. Ansonsten wird das Manuelle Belichtungsprogramm dann verwendet, wenn die Kamera an ihre Grenzen kommt oder das Bild nicht so aufnimmt, wie man es sich vorstellt.
Nach einer Diskussion über die ISO - Automatik hat uns Sandra eine Tabelle aufgezeichnet auf welcher ersichtlich wurde, wie die Kamera mit der ISO Automatik ein Bild korrekt - im Sinne der Kamera - belichten kann auch wenn das Manuelle Belichtungsprogramm verwendet wurde. Die Tabelle kam mit dem Hinweis das wir die Lichtempfindlichkeit manuell einstellen sollen.
Von mir aus gesehen ist das Manuelle Belichtungsprogramm noch ein Buch mit sieben Siegeln. Rein technisch gesehen wäre ich im Stande ein Bild damit korrekt zu belichten aber das würde sehr lange dauern. Ich bin im Moment ganz glücklich mit den halbautomatischen Programmen Verschlusszeitvorwahl für bewegte Motive und Blendenvorwahl für alles andere. Damit gelingen mir bis jetzt die meisten Bilder.
Der Weissabgleich
Nach dem Mittagessen lernten wir den Weissabgleich kennen. Eine weitere Funktion von der ich schon einmal gehört hatte, von der ich aber keine Ahnung hatte warum es sie gibt und wie ich sie einsetze.Da verschiedene Lichtquellen Licht mit verschiedenen Strahlen aussenden, entstehen in der Umgebung dieser Quelle verschiedene Farben. Damit das Bild aber trotzdem mit neutralen Farben aufgenommen werden kann, korrigiert die Kamera das Bild entsprechend. Dazu nimmt sie Weiss, Grau oder Schwarz als Referenz. Der Weissabgleich funktioniert in der Automatik recht gut. Kann die Kamera aber keine Referenz finden, muss man ihn allenfalls manuell umstellen.
Als Aufgabe für den Nachmittag hatten wir, ein Bild von einem Ort einmal unheimlich und einmal angenehm zu erstellen.
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| Extrem unheimlicher Balkon |
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| Extrem behaglicher Balkon |




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