Bildbesprechung
Nachdem wir am zwölften Kurstag gegenseitig Portraits von uns gemacht hatten, besprachen wir diese heute. Sandra erzählte wie sie am letzten Kurstag neben uns gestanden hatte und sich fragte wann wir endlich auslösen würden. Bei dieser Aufgabe sei es extrem wichtig, schnell auszulösen und nicht erst zu überlegen ob man nun soll oder nicht. Während der Aufgabe würden sich zudem sowohl das Modell wie auch der Fotograf entwickeln wodurch sich das erste Bild frappant vom letzten unterscheiden würde.Aus der Klasse kam dann noch der Hinweis, man könne sich jeweils das Setup notieren. Sprich aufschreiben wo die Kamera stand, welche Einstellungen vorgenommen wurden, woher das Licht kam und so weiter. Dadurch kann man merkt man mit der Zeit nach welchen Mustern man vorgehen muss, um ein gutes Bild zu erhalten respektive welche Vorgehensweise welches Resultat bringt.
Bei der Aufgabe mit dem Licht hatten viele - ich auch - keine Bilder dabei. Diese Aufgabe schien nach der doch eher anstrengenden ersten Aufgabe untergegangen zu sein. Sandra warf hier ein, man solle gerade die schlechten Bilder mitbringen und sie zeigen, da man an diesen deutlich mehr lernen könne als an den guten Bildern.
Bildgestaltung
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| Mehrfachbelichtung und Bewegung |
Zwei der von mir aus gesehen wichtigsten Unterschiede sind die Leere in der Mitte und die fehlende Struktur der Oberfläche.
Die Leere in der Mitte ist für uns ungewohnt, da wir unser Motiv am ehesten in die Mitte legen wo es für uns am meisten Gewicht bekommt. In der japanischen Kultur ist die Mitte aber oft leer und das Motiv am linken Rand angesiedelt.
Oberflächen werden in den japanischen Zeichnungen oft einfach als glatte, einfarbige Fläche dargestellt. Dies wird auch in der Fotografie versucht während in der europäischen Fotografie Oberflächen oft klar strukturiert sind.
Das gesamte Bild wirkt für uns ungewohnt und teilweise flach. Mich würde interessieren wie für jemanden aus Japan unsere Kunst anmutet.
Mit der japanischen Kunst im Hinterkopf bekamen wir nun die Aufgabe mit den folgenden Elementen der Kamera zu spielen:
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| Mehrfachbelichtung mit starken Kontrasten |
Die Kamera nimmt drei Bilder auf. Ein normal belichtetes, ein überbelichtetes und ein unterbelichtetes. Danach legt sie die drei Bilder übereinander und rechnet ein optimal belichtetes Bild aus. So kann man auch bei gossen Helligkeitsunterschieden ein Bild aufnehmen auf dem jedes Detail korrekt belichtet ist. Sobald man die Kamera aber während dem Fotografieren bewegt oder sich das Motiv bewegt, wird das Bild unscharf. Daher lohnt es sich die Kamera auf einem Stativ zu montieren. HDR wird oft für Landschaftsfotografie verwendet, wenn der Himmel zu hell ist. -> Könnte allenfalls eine Lösung für die Reisefotografie sein.
Fokus: Die Schärfeebene bietet viel Spielraum für gestalterische Elemente.
Mehrfachbelichtung: In der Mehrfachbelichtung werden mehrere Bilder unabhängig voneinander gemacht und dann übereinander gelegt. Dadurch kann man allerlei spannende Resultate erzielen. Es ist darauf zu achten, die Bilder eher dunkel zu halten damit von den folenden Bildern überhaupt noch etwas zu sehen ist. Die Mehrfachbelichtung bietet vor allem künstlerisch viel Raum zum Ausprobieren.
Bewegung: Die Kamera während der Aufnahme bewegen. Je kürzer die Verschlusszeit desto schneller muss die Bewegung sein um einen Effekt auf das Bild zu haben.
Blitz: Betont auf unnatürliche Weise das Motiv. Blitz kann auch am Tag einen Effekt haben.
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| Langzeitbelichtung, Blitz und Bewegung |



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